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Präzession
Die Präzession (lat. Präcedere = 'das Vorangehen') bezeichnet die langsame Verschiebung der Äquinoktialpunkte (Frühlings- u. Herbstpunkt). Der Äquinoktialpunkt des
Frühlingsbeginns (aufsteigender Knoten des Himmelsäquators mit der Ekliptik = Aries-Punkt ^) gilt als Nullpunkt der Zählung in Länge, die durch diese Verschiebung stetig nach Osten (um
durchschnittl. 360°/26000 Jahre = l 0.0138° pro Jahr) zunimmt. Die Koordinaten (ekliptikale Länge, Rektaszension und Deklination) sind dadurch nur für einen bestimmten Zeitpunkt streng gültig. Die Kreiselbewegung der Erdachse um den Pol
der Ekliptik (Fig. 1) verursacht die Verlagerung der Äquinoktial- u. Solstitialpunkte gegenüber den Sternen. Die Sternpositionen des Globus sind auf das Äquinoktium des Datums bezogen. Den Sternverzeichnissen liegt meist das mittlere
Äquinoktium der Standardepoche B1950.0 (= Jan. 0.923d, 1950) oder J2000 (= Jan. 1.5d , 2000) zugrunde.
Die heute zum Sommerbeginn um Mitternacht im Süden sichtbaren Sternbilder werden in 12000 Jahren zu Wintersternbildern. Auch der Himmelsäquator verlagert sich langsam und
verläuft in einigen Jahrtausenden durch andere Sternbilder.
Zur Stabilisierung der Erdrotation bildete sich ein sog. Äquatorwulst, auf den hauptsächlich Sonne und Mond ihre Anziehungskräfte ausüben. Diese Kräfte sind bemüht die um 23.45 Grad geneigte
Rotationsachse aufzurichten. Infolge der entgegenwirkenden Zentrifugalkraft kann die Erdachse den Anziehungskräften nicht folgen u. weicht aus, indem sie entgegen der Rotationsrichtung präzessiert (Fig. 1).
Eine Kreiselbewegung um den Pol der Ekliptik umfasst durchschnittl. 26000 Jahre. In diesem Zeitraum vollendet
der Sternenhimmel eine Umdrehung um den Pol der Ekliptik (Platonisches Jahr). Infolge der Präzession nimmt die ekl. Länge eines stellaren Objektes ständig zu, während die ekliptikale Breite nahezu gleich bleibt (Änderung
der ekl. Breite durch die Eigenbewegung der Sterne u. Oszillation der Ekliptikschiefe [im Bereich 24.6° - 22.2° mit einer 41000-jährige Periode] im Platonischen Jahr).
Orion ist ein Wintersternbild. Der Stern Mintaka (d Orionis) steht am 21.12.2000 (Winteranfang) um 23 Uhr 29 Min. Weltzeit genau im Londoner Nord-Süd-Kreis (Länge 0°).
Obere Kulmination Mintaka im Londoner Ortsmeridian.
Datum.................: 21.12.2000 Geograph. Breite: 51° Geograph. Länge: 0° Uhrzeit................: 23h29m UT
Gradnetz.............: 90°,15°,90° Azimut................: 0°,0 Höhe...................: 30°,1
Der an Orion vorbeiführende Bogen bildet den Rektaszensionskreis 6 Uhr. 15 Grad bzw. 1 Stunde westlicher
verläuft der Stundenkreis 5 Uhr. Die Rektaszension mißt ab Frühlingspunkt ^ u. wird entlang des Äquators
gemessen. Die Deklination (Äquatorabweichung) des Sterns Mintaka beträgt 0° (er steht gegenwärtig auf dem Himmelsäquator). Da die Ortssternzeit die Zeit eines Rektaszensionskreises im Nord-Süd-Kreis gleich ist,
entspricht die angezeigte Ortssternzeit dem Rektaszensionswert. Zeigt die Ortssternzeit gegenwärtig 5 Uhr 32 Min. an, passiert Mintaka genau den Nord-Süd-Kreis.
Wann kulminiert Mintaka in 6000 Jahren um 23 Uhr 29 Min. im Londoner Nord-Süd-Kreis?
Datum.................: 5.3.8000 Geograph. Breite: 51° Geograph. Länge: 0° Uhrzeit...............: 23h29m UT Gradnetz............: 90°,15°,90°
Azimut...............: 0°,2 Höhe..................: 30°,1
6000 Jahre entspricht fast einer 90°-Drehung um den Ekliptikpol. In diesem Zeitraum nimmt die Rektaszension
des Sterns 5 Std. 6 Min. zu u. beträgt 10 Uhr u. 38 Min. Die Deklin. liegt dann bei -16 Grad südl. des Himmelsäquators. Der an Orion vorbeiführende Bogen bildet den ekl. Längenkreis 180 Grad.
Der gegenwärtig zum Winteranfang kulminierende Stern Mintaka erreicht in 6000 Jahren, am 5. März um 23h29m UT Weltzeit, seinen höchsten südlichen Stand im Londoner Nord-Süd-Kreis. Das Wintersternbild Orion
wird zum Frühlingssternbild. Am 21.12.8000 kulminiert Mintaka erst um 4 Uhr 26 Min. Weltzeit.
Die Kulmination des Sterns verspätet sich jeden Tag um 0.00838 Sek., da der Aries-Punkt ^ sich um diesen
Präzessionsbetrag pro Tag nach Westen bewegt, also in 6000 Jahren überschlägig um 0.00838 Sek. * 365.25 Tage * 6000 Jahre = 5.1 Std. = 76.5°. Kulmination am 21.12.8000: 23.5 Std. +5.1 Std. = um 4.6 Uhr, oder - 5.1
Std., 76.5°- (31-21 Dez.) - 31 Tage Januar - 28 Tage Februar [Sonnenbewegung pro Tag 0.9856°]) = etwa am 7. März. 8000 um 23.5 Uhr UT im Ortsmeridian.
Die Präzession der Äquinoktien (Frühlings- u. Herbstpunkt) wirkt sich langzeitlich auf die Sichtbarkeit der Sternbilder aus, da der jährliche Frühlingspunktdurchgang ^ der Sonne das tropische, präzessionale Jahr
bezeichnet.
Da der siderische, d.h. auf einen bestimmten Stern (z. B. Revati) bezogene Sonnenumlauf (siderisches Jahr),
infolge der Präzession um 20.4 Min. länger als das tropische ist, durchwandert der Frühlingspunkt in 26000 Jahren rückläufig nach Westen den ganzen 360 Grad Ekliptikkreis mit allen 12 Sternbildern.
Die Sterne rücken gegenüber der Sonne jedes Jahr um 50'' (etwa in 72 Jahren um 1 Grad) vor. Der Polarstern (a Ursae Minoris) steht z. Zt noch etwa 1 Grad vom Nordpol ab. Sein Abstand verringert sich jedoch ständig und
erreicht um 2100 nur noch 0.5 Grad Poldistanz. Um das Jahr 4000 wird der Stern c Cephei und um 13000 die Vega in der Leier die Rolle des Polarsterns übernehmen, und nach Ablauf des Zyklus wieder der heutige Polarstern.
Nach indischer Auffassung beginnt der Zyklus allerdings, wenn der präzessierende Frühlingspunkt (Aries Punkt ^) den Stern Revati (z Piscium) passiert, womit dieser den Anfang des siderischen indischen Tierkreises markiert. Innerhalb eines Platonischen Jahres wandert der Frühlingspunkt, der nach 26000 Jahren wieder
denselben Stern (Revati) erreicht, im Uhrzeigersinn durch die 12 ungleich großen Sternbilder der Ekliptik. Die 12 je 30 Grad großen Tierkreiszeichen (^_`abcdefghi) der Ekliptik beziehen sich dagegen auf die 4
Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter des tropischen Jahres.
Hipparch, der die Astronomie auf eine mathematische Grundlage stellte, bewies um 134 v. Chr. die Erscheinung
der Präzession. Er fand, dass die ekliptikale Länge der Sterne die 1½ Jahrhunderte zuvor von Aristyll und Timocharis beobachtet wurden, um 2 Grad zugenommen haben, während die ekl. Breite ungeändert blieb.
Hipparch schloß daraus auf eine westliche Bewegung des Frühlingspunktes um mehr als 1 Grad pro Jahrhundert.
Alter der Großen Pyramide
Die Azimutabweichung der Nord- u. Südseite der Großen Pyramide (http://www.pyramidcam.com/) von Gizeh
nach Osten/Westen und der Westseite nach Norden/Süden, beträgt nur max. 2.5 Bogenminuten. Nur die Ostseite zeigt eine Azimutabweichung von Nord 5.5 Bogenminuten West.
Aus der Königskammer führen zwei Lüftungsschächte damit kein Licht eindringt etwas versetzten Verlaufs. Der zur Nordfläche führende Kanal ist 32°28' zur Waagerechten geneigt, der zur Südfläche führende 45°14'.
Die Steinmetze trafen auch Vorkehrungen hinsichtlich möglicher Flußbettverlagerungen durch Sand-, Schlamm- und Geröllablagerungen, falls der mit 6671 km längste, naturgewaltige Strom der Welt einen periodisch extrem
hohen Wasserstand erreichen und die Pyramide im unberechenbaren Hochwasser der Nilflutschwemme und Nildeltas zeitweilig völlig versinken sollte. Im Inneren des entsprechend steilen südlichen Lüftungskanals
entdeckte der von Gantenbrink (http://www.cheops.org) ferngesteuerte Videoroboter UPUAUT (= altägyptisch »Wegbereiter«) einen Lüftungskanal verschließenden Schieberblock, der die Unbrauchbarwerdung des
Pyramideninneren durch möglichen Wasser- und Schlammeinbruch in die Königskammer verhindert.
Die in genauer nordsüdlicher Richtung unter die Pyramidenmitte 104 m abwärtsführende Eingangspassage der
Großen Pyramide besitzt 26.5° Neigung. Die Höhe des Himmelsnordpols (gleich geographischer Breite der Pyramide) beträgt +29°59'. Die Eingangspassage verläuft somit nicht exakt parallel zur Erdachse, da der
Eingangswinkel 3.5° kleiner ist als die Höhe des Himmelsnordpols. Demzufolge käme nur ein Polarstern mit diesem Radius um den Himmelsnordpol in Betracht, der dann auch nur einmal am Tag (während der unteren
Kulmination) den zur Schiefe des Eingangs parallelen 26.5° Höhenwinkel passieren würde. Bei 1.2 m Höhe des 104 m langen Eingangskanals der Großen Pyramide, ist am Ende lediglich ein 26.5° ±0
.66°/2 [(1.2 m/104 m)*57.29578] kleiner Himmelsausschnitt überblickbar.
Der heutige Polarstern Alpha Ursae Minoris (Polaris) befindet sich dagegen in 30 Grad Höhe, so dass dieser
Stern durch den langen Eingangskanal überhaupt nicht auszumachen ist. In der 104 m langen und 26.5° gegen die Horizontale abwärts geneigten Eingangspassage, führt nach 20 m ein Gang im gleichen Winkel 26.5° nach oben
zur Galerie und Königskammer. An der Abzweigung zur Galerie und Königskammer in 20 m Enfernung vom Eingang, besitzt der Eingangskanal den scheinbaren Winkeldurchmesser von rund 3.5 Grad (26.5° ±3,5°/2 [(1.2
m/20 m)*57.29578]. Auf- und absteigender Gang verlaufen somit spiegelbildlich. R. Proctor wies daher in »The Great Pyramid, Observatory, Tomb, and Temple« auf die Möglichkeit einer
spiegelnden Fläche am Kreuzungspunkt der beiden Gänge hin, wodurch Stern Thuban, der eine Kreisbahn mit dem Radius von 3.5 Grad um den Himmelsnordpol beschreibt, auch im Eingangskanal vom oberen Ende der
Galerie aus zu beobachten gewesen wäre.
Bei einem Winkel von 3.5° aus 20 m Abstand, besitzt der Eingang etwa 1.2 m Durchm. (20 m * tan 3.5°).
Polarstern um 2800 v. Chr. war der hellste Stern im Sternbild Drache, Thuban (Alpha Draconis), der ziemlich nahe am Himmelsnordpol in 30° Höhe für eine Anpeilung durch die 20 m oder 104 m lange Eingangspassage nicht zur Verfügung stand.
Durch die Präzession passierte Thuban die Visierlinie während unterer Kulmination in 26.5° Höhe bei entsprechender Poldistanz um 3400 v. Chr. u. 2150 v. Chr. (z. B. am 1.6.-2150 um 6h54m UT in unterer Kulmination).
Polarstern Thuban in 29.88° Höhe (= 0.10° Poldistanz). Datum.................: 1.6.-2790 Geograph. Breite: 29°59´ (Gr. Pyramide von Gizeh) Geograph. Länge: 31°7´ Uhrzeit................: 12h30m (Taste K - Polarkreis)
Gradnetz.............: 90°,90°,90° (Taste I - Inform.) Azimut...............: 180°,4 (Taste A - Koordinaten) Höhe...................: 30°,1
Polarstern Thuban weist am 1.6.3411 v. Chr. um 18 h44m45 s UT in unterer Kulmination auf den geheimen Eingang der Pyramide. Azimut 180°, Höhe 26.5127° (= 3.47° Poldistanz). Datum.................: 1.6.-3410
Geograph. Breite: 29°58´51´´ Geograph. Länge: 31°07´ Gr. Pyramide Uhrzeit................: 18°44´45´´ Gradnetz.............: 90°,90°,90° Azimut................: 180°,3 Höhe...................: 28°,1
Dass um 3400 v. Chr. der Stern Thuban 3.47° Winkeldistanz vom Nordpol hatte, blieb auch Piazzi Smyth (»Our Inheritance in the Great Pryamid«. p. 367-369) nicht verborgen, der den Bau der Großen Pyramide daher schon
auf 2160 oder richtig auf das Datum 3400 v. Chr. datierte; denn die 3.47° Poldistanz gehen in die Pyramidenerbauung als Winkeldifferenz des Neigungswinkels des Eingangskanals (26°31'23'') mit der Polachse
der Erde ein (geographische Breite 29.9808°-26.52303° = 3.46°). Die Neigungswinkelhalbierende der 4 Seitenflächen der Gr. Pyramide beträgt ebenfalls etwa 53°/2 = 26.5°.
Diese 3.5 Grad Poldistanz des Stern Thuban bezeichnete daher in unterer Kulmination die exakte Lage des geheimen Pyramideneingangs bei dessen Erbauung.
Die auf dem Felsplateau bei Giza zuerst erbaute Große Pyramide wurde demzufolge 3400 v. Chr. nicht von Sklaven, vielmehr von einigen 100 000 ägypt. Handwerkern (Steinmetzen) errichtet, als der Polarstern Thuban in
unterer Kulmination und der geheime Eingangskanal den gleichen Winkelbetrag von 26°31' mit dem Horizont einnahmen. Die Pyramide besteht aus 2.5 Millionen Steinen. Gesamtgewicht etwa 5.5. Millionen Tonnen. Bei einem
Durchschnittsgewicht von 2.5 Tonnen, sind die Steine auf weniger als 0.2 mm exakt geschliffen. Diese Präzision zeugt von hohe astronomisches Perfektion ägyptischer Beobachtungskunst des Horus-Falken-Auge.
Die Pyramide legt daher wie die Megalithsternwarten Zeugnis ab über die Erhabenheit des Geistes über die Materie. Nicht einmal eine Rasierklinge kommt zwischen die Fugen.
Mit der Gr. Pyramide und Osiris-Mythos oder ägypt. Totenbuch (in Entsprechung mit dem tibetanischem Totenbuch), vollbrachten die Ägypter die größte Leistung in der Menschheitsgeschichte. Davon auszugehen, dass
diese Leistung und Präzision nur aus oberflächlichen Gründen in die Tat umgesetzt worden ist, etwa um bloß einem Pharao eine Grabkammer zu errichten, wäre vermessen. Die Metapher pyramidei = Licht zur Öffnung der
inneren Sehe, Erleuchtung, Weisheit ( griechisch: (pýr) feuer + (méso/mési) mitte - feuer(energie)im zentrum) usw. ergibt keinen Sinn für eine Grabesstätte.
Im tibetanischen Totenbuch (Bardo Thödol) lesen wir z. B. über die jedes Ding umfassende Hülle, auch die eines quasistellaren Universums oder Hülsengobe des Mikro- und Marokosmos: >Jenseits eines solchen Universums
liegen andere, und so fort bis ins Unendliche. Ein jedes Uinersum ist wie ein großes kosmisches Ei, von der Eisenmauer-Schale umschlossen.< Da kein Ding ohne Hülle existieren kann, bildet die siderische Eisenmauer
eine Hülle oder Eierschale in der wässerigen Konsistenz von Wasserstoff, die das Licht von Sonne, Mond und Sternen mit einschließt; denn die Eisenmauer-Schale steht symbolisch für das ewiger Dunkel, das ein Universum
von anderen trennt. Alle Universen stehen gleichwohl unter der Herrschaft des Naturgesetzes, das im allgemeinen mit Karma synonym ist...<
Nach tibetanischer Anschauung (Nachtoderfahrungen auf der Bardo-Stufe) gibt es keine wissenschaftliche Notwendigkeit, die Existenz eins höchsten Gott-Schöpfers zu bestätigen oder zu leugnen, weil das Mußgericht,
Karma oder Naturgesetz der umschließenden Hülse an sich eine vollständige wissenschaftiche Erklärung für die Erscheinungen aus der hierarchischen Ordnung des Karma, Gesetzes von Ursache und Wirkung liefert und sich
selbst beweisen, indem es das gestörte Energiegleichgewicht der Dinge wieder automatisch hierarchisch herstellt wird, was jedoch daran scheitert, dass eine Pirma causa (Geist) das Atom vergeistigen muss, anderenfalls wären
weder das Gesetz polarisierender Ausgleichung noch der Dualismus Anziehung und Abstoßung des Atoms möglich.
Um 2160 v. Chr. stand das uralte, verfallene und degenerierte ägypt. Reich bereits seit langem unter phönitzischer Fremdherrschaft, so dass auch aus diesem Grunde die Entstehung der Gr. Pyramide keinesfalls in
die Zeit Abrahams (2205-2030) fällt.
Die Hiroglyphen sind weniger eine Bilderschrift, vielmehr eine Kunde der Entsprechungen von Mensch und
Natur, die der zerebralen plastischen Vorstellungskraft der Ägypter entsprechen, die weit über die Grenzen eines photographischen Gedächnisses (Reproduktionsfähigkeit des Computer wie das von den Urägyptern erdachte
Binärsystem ) hinausgingen, wie auch die Tierkreisabbilder des Zodiakus, als ägypt. Kunde der Entsprechungen des Menschen mit dem Kosmos, ihre Ideogramme sind. Dabei handelt es sich durchaus um “Engramme”. Diese
Psycho-Engramme sind die Voraussetzung für eine Art “psychische Lebensform” mit bewusster Lern- und Denkfähigkeit des Memorialwesen. Diese gehen über das heutige Verständnis der Psychiatrie-Automatie
Robotermodellen oder neuronale Netze künstlicher Intelligenz von psychischem Gewissen-Balast zu befreien, weit hinaus. > Donald O. Hebb (1949), der Vater aller physiologischen Gedächtnistheorien, bestätigte diese Beobachtungen in
seinen Untersuchungen zu Gedächtnisinhalten. Er sprach dabei von der Theorie der eingeschliffenen Bahnen. Ein Engramm lässt sich mit einem Vergleich von Aristotels veranschaulichen: Es sei wie der Eindruck, den ein
Siegelring in Wachs hinterlasse.<. Diese Forschungen widerlegen allerdings das geistlose und entwesende Bild von der Machbarkeit des “Elektronengehins” unter Umgehung oder Verkennung wahrer Geistesanlagen der
allerzeugenden Lebenskraft der Psyche oder Shakti.
Diese Thematik geistert auch durch die initiierte Literatur: Blechmann der vom Zauberer von Oz ein Herz haben wollte, Golem usw.
In der Religion und Himmelsvorstellung der Alten können Engramme sogar als mannigfaltige magische oder beschwörende Formen, Runen, Amulette und symbolische Zeichnungen (Siegel) erscheinen. Augenmotiv und
Zickzackmuster (Hypnotismus, Hyperbulie) Abb. 1, R. Müller, >Der Himmel über dem Menschen der Steinzeit<, Springer-Verlag. Bei den Altvorderen drehte sich daher alles darum die wahre Natur der Dinge erkennen und den
Isis-Schleier im Griff zur Himmelstür lüften zu können, weniger um die mechanische Deformation und Strapazierung automatischer Apparate oder Hülse einer Versuchsanordnung des intelligenten Design die inneren
Vorgänge auszuschließen und durch Methomanie, Selbstbetäubung und Drogen zu zersetzen. Das Haupt der Isis bedeckte daher die in Stierhörner golden eingefasste Sonnenscheibe des Siriasis-Kalender.
Eine griechische Nachahmung ägypt. Kulturweistums, wie z. B. der allerdings nicht vom Blitz erschlagene altägyptische Priesterastronom Imhotep als Asklepios, ist die ebenfalls übernommene Inschrift am Apollontempel
in Delphi >Erkenne dich selbst< (griechisch = gnóthi seautón).
Die noch nicht manipulierte Triebewurzel der Gehirnwäsche des Geistes die Psyche nach außen zu ziehen und
zum Zweck der Methomanie-Ideologie des Dionysostehaters der Kausalität materiell, gewinn- und genusssüchtig zu machen, war daher noch vollkommen innerlich orientiert und stand noch nicht unter dem angenommenen
falschen Geist Descartes, der Materie und Geist trennte, um die Vorstellung des Ich-Wahn oder Egoismus des Körperkult eine vom Schöpfer getrenntes Dasein zu erzeugen das Konzentrat als unabhängige Substanz des >Auto< zu wähnen.
Diese unterlag daher noch nicht den Zeitzwängen oder der Determination von Atom, Zeit und Raum, die all diese Sprachverwirrung stiften, bloß an der Borke sich veräußernder, zerstreuender physikalischer als geistloser
Wirkungskräfte der Psyche bei aller entwesender Verkennung der Verkettung und Verleugnung innerer Vorgänge und Ursachen. Die Schulung einer plastischen Vorstellungskraft des Gedächnisses war Teil der ägypt. Ausbildung
in den Tempel-Schulen zum vollkommenen ausgewogenen Menschen oder unter allen Umständen des Illusionismus wechselhafter Komponente gleichmütigen Adepten.
Die Ausgewogenheit war für die Ägypter die Vollkommenheit des Menschen. Der Aspirant am jüngsten Tag (Sterbetag oder auch Taufe geistiger Wiedergeburt) auf der Waagschale. Der im ägypt. Weistum ausgebildete
Daniel (5.27) spricht dieses Mussgericht oder Totengericht noch an; denn die einzige Beschränkung des freien Willens wirkt dahingehend, dass der Mensch auf dem Weg der selbst machen wollenden relativen Erfahrung von
Gut und Böse oder Zu- und Abneigung säen und ernten muss, so dass Aufstieg oder Fall des Bewusstseins durch die Tat kausalen Schicksals geprägt werden, wodurch dem Computer-Charakter der Utilitarismus geistiger
Grundlage oder Inkarnationslehre entzogen wird: >Tekel, das ist, man hat dich in einer Waage gewogen und zu leicht befunden<.
Wer löste das Rätsel der Sphinx
Wie allg. angenommen wird, ist das Haupt der Sphinx mit dem Antlitz des äygpt. Königs identisch, der u.a. die Gr. Pyramide errichten ließ. Daher liegt es nahe, dass die Bezeichnung »Sphinx« Ähnlichkeit mit dem wahren
Namen des Hirten-Königs aufweist. Historisch beginnt die 1. Dynastie 500 Jahre später mit den Königen Narmer und Menes (30.-29. Jahrh.). Unter Chufu (Cheops bzw. Chephren, 4. Dynastie, 27. Jahrh.) besaß die dem
ungeheuren Einfluss der Zeit trotzende Große Pyramide bereits das stolze Alter von rund 700 Jahren.
Das Bauwerk mit dem Antlitz der Sphinx ist noch immer geheimnisumwittert, insbesondere die griech. Dichtung
machte viel später aus dem ursprünglichen Namen des Pyramidenerbauers die sog. Sphinx. Die Sphinx (eigentlich der Sphinx), die Pyramiden und die damit verbundene ägyptische Hochkultur galt schon damals als größtes
Weltwunder. Um auch die unzähligen wallfahrenden Neugierigen, Interessenten und Einwanderer abzuschrecken, oder um die wirklich um das ägypt. Weistum ersuchenden von Migranten, die lediglich vom großartigen
Reichtum und Wohlstand des geistig und materiell Landes zu profitieren suchten, zu unterscheiden, hatten die Priester den Kopf der Sphinx mit einem Schalltrichter versehen.
Der um Aufnahme ersuchende Aspirant mußte vor das Antlitz der Sphinx treten. Durch die lautstarke Schalltube stellte der Priester eine Rätselfrage auf Leben oder Tod, wobei die Priester 3 Tage Bedenkzeit einräumten. Noch
vor Ablauf der 3-Tage-Frist zogen es ausnahmslos alle Migranten nach Zahlung einer Taxe lieber vor wohlbehalten in ihre Heimat zurückzukehren.
Hätte ein an menschlicher Vollkommenheit ehrlich interessierter Aspirant den Mut aufgebracht vor die Sphinx zu treten oder gar das Rätsel gelöst, wäre er durch die schnell versenkbare Bodenplatte seines Standorts in das unter
der Sphinx gelegene Gangsystem gefallen, dort von Dienern ergriffen worden und erst zum Vorschein gekommen, wenn er zum vollkommenen Menschen (Adepten) ausgebildet worden wäre. Die Antwort war ohne Belang.
Wegen seines Mutes wäre er auf jeden Fall nach unten in den Geheimgang befördert, in die »Mensch erkenne dich selbst« Weisheits-Tempel aufgenommen und in die ägyptischen Mysterien eingeweiht worden den
Körperkult des Todes zu überwinden und Körper, Psyche und Geist vollkommen zu beherrschen.
Der ägypt. Sphinx stellte dem Aspirant folg. damals weltberühmte Rätselfrage (Zitat): »Es ist am Morgen
vierfüßig, am Mittag zweifüßig, am Abend dreifüßig. Unter allen Geschöpfen wechselt es allein die Zahl seiner Füße; aber eben wenn es die meisten Füße bewegt, sind Kraft und Schnelligkeit seiner Glieder am geringsten«.
Einer fand den Mut die Sphinx herauszufordern. Der im ägyptischen Weistum ausgebildete Adept Moses war der Einzige der das Rätsel gelöst hatte. Das Steinbild überlebte ihn dennoch. Moses antwortete der Sphinx: »Es ist
der Mensch, der am Morgen seines Lebens, ein schwaches und fast kraftloses Kind, auf seinen zwei Füßen und seinen zwei Händen geht; ist er stark geworden, so geht er am Mittag auf den zwei Füßen; ist er endlich als Greis
am Abend seines Lebens angekommen und der Stütze bedürftig, so nimmt er den Stab als dritten Fuß zu Hilfe«. Erst viel später bildete sich daraus die griech. Fabel, dass ein Grieche das Rätsel der Sphinx gelöst hätte. Zitat der
überlieferten Antwort aus Gustav Schwab: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums, Tosa-Verlag, Wien.
Das Haupt der Sphinx bildet das von französischen Eroberern lädierte Antlitz (die rohen Kanoniere Napoleons
übten Zielschießen auf die Nasenwurzel der Sphinx) des zur Zeit der Pyramidenerbauung 3400 v. Chr. über Ägypten herrschenden Adepten-Königs.
Der überproportionale große Körper zum unverhältnismäßig kleinen Haupt, deutet bereits auf die einst geheimen Räumlichkeiten und umfangreichen Gangsysteme inner- u. unterhalb der Sphinx hin, die im Laufe der
Jahrtausende durch eindringende Wasserfluten extrem hoher Nilüberschwemmungen mit Schlamm, Lehm u. Geröll verschüttet wurden.
Nach 20 Meter, am Kreuzungspunkt des absteigenden mit dem aufsteigenden Gang, erscheint der eigentliche nur 1.2 m große Pyramideneingang unter einem scheinbaren Winkel von 3.5 Grad. Um 2500 v. Chr. waren die 4
Lüftungsschächte der Pyramide exakt auf bedeutende Sterne gerichtet. Der südl. Schacht der Königskammer (Steigungswinkel 44-45°) war um 2500 v. Chr. auf Alnitak (Zeta Orionis) ausgerichtet. Der nördl. Schacht der
Königskammer (Winkel 31-32°) zeigte auf Thuban (Alpha Draconis). Der südl. Schacht der Königinkammer (Winkel 39.5°) zeigte 2500 v. Chr. auf den hellsten Stern am Nachthimmel Sirius (Alpha Canis Maioris). Der
nördl. Lüftungsschacht der Königinkammer (Winkel 39°) zeigte auf den Stern Kochab (Beta Ursae Minoris).
Der ägyptische Sphinx, als ein symbolisches Mischwesen aus drei tierischen und einem menschlichen
Tierkreiszeichen - Stierhinterleib (Stier), Flügel (Skorpion), Löwenpranken (Löwe) und Menschenhaupt (Wassermann) -, versinnbildlicht somit das tropische Sonnenjahr zur Zeit der Pyramidenerbauung im Zyklus der
Präzession. Frühlingsanfang im Sternbild des Stieres (Prägung des Kulturstils im Präzessionszyklus mit entsprechender Symbolik der Stierkult-Ära), Sommeranfang im Löwen, Herbstanfang im Sternbild des Skorpions
und Winteranfang im Sternbild des Wassermanns. Die Präzession war im Altertum als kosmische Urkraft bekannt (lt. Hindu-Schriften die 4 Yuga-Weltzeitalter, die
in der Antike Herodot das goldene, silberne, eherne und eiserne Menschenalter bezeichneten). Sonnenaufgang um 3h57.8m UT zum Frühlingsanfang am 17.4.3301 v. Chr. Datum.................: 17.4.-3300
Geograph. Breite: 29°59´ Ort: Große Pyramide Geograph. Länge: 31°7´ Uhrzeit................: 3h57m48s UT Gradnetz.............: 90°,90°,90° Azimut................: 269°35´,1 Höhe...................: 0°,1
Frühlingsanfang war am17.4.3301 des Julian. Kalenders (21. März des Gregorianischen Kalenders). Sonnenaufgang um 3h57.8m UT im Sternbild Stier. Das gegenüberliegende Sternbild des Skorpions ging unter.
Sternbild Löwe und Wassermann im Nord-Süd-Kreis. Sonnenaufgang um 4h06m UT zum Frühlingsanfang am 8.6.10500 v. Chr. Datum................: 8.6.-10499 Geograph. Breite: 29°59´ Ort: Große Pyramide Geograph. Länge: 31°07´
Uhrzeit...............: 4h6m UT Gradnetz............: 90°,90°,90° Azimut...............: 270°,1 Höhe..................: 0°,1
Frühlingsanfang war am 8.6.-10499 des Julian. Kalenders (21. März des Gregor. Kalenders). Differenz zwischen Julian. und Gregor. Kalender: 80 Tage = 2-INT(a/100)+INT(a/400); Jahr a= -10499. (INT(x)=BASIC-Befehl).
Der Äquinoktialpunkt für Frühlingsanfang vollendet in rund 24000-26000 Jahren einen Umlauf durch die Ekliptik (Präzession der Äquinoktien). Bei Zugrundelegung des uhrpendelähnlichen Symbols auf der Darstellung des
Zodiakus im Tempel von Denderah (Oberägypten), liegt der Äquinoktialpunkt für Frühlingsanfang im Sternbild der Zwillinge. Frühlingsanfang -6000 im Sternbild der Zwillinge. Datum.................: 7.5.-6000
Geograph. Breite: 29°50´ Memphis Geograph. Länge: 31°10´ Uhrzeit................: 9h54m UT Gradnetz.............: 90°,90°,90° Azimut................: 0°,1 Höhe...................: 60°,1
Um -4000 Übergang in das Sternbild Stier. Gegenwärtiger Frühlingsanfang im Sternbild Fische in Übergang zum Sternbild Wassermann.
Ägyptischer Siriasis-Kalender der Sopdet/Sothis
Für die ägyptischen Völker war der Himmel eine Offenbarung. Durch die enge Bindung an den Wechsel der Jahreszeiten Tag u. Nacht, Pulsschlag des Nils mit seinen periodischen Hoch- u. Niedrigwasserständen usw.
fühlten sie sich mit der Natur noch vollkommen verbunden. Dem Geschehen am Himmel setzten sie ihrem Geschick am Nil gleich. Auf dieser kosmischen Bühne entwickelte sich daher eine hochweise Philosophie, die alle
Dimensionen des existentiellen Bewusstseins über Leben und Tod inwendig und auswendig einbezog. Neben dem praktischen Zweck genauer Kenntnis des Beginns der Nilüberschwemmung, der Festlegung hoher
kultischer Festtage, ist der Sothis-Stern und der Nil ein schönes Beispiel für ihre Naturverbundenheit.
Sterne östlich der Sonne gehen nach ihr am Tageshimmel auf. Durch die scheinbare östliche Bewegung der
Sonne (360°/365.2422 Tage des trop. Jahres = 0.9856° pro Tag), werden die mit der Sonne am Tageshimmel befindlichen Sterne erstmals in der Morgendämmerung vor Sonnenaufgang, d.h. westl. der Sonne, sichtbar
(heliakischer Aufgang), da sich der Sternaufgang tägl. um 4 Min. (= 0.9856°) gegenüber der Sonne verfrüht. Sternkundige hielten alljährl. auf der Pyramide oder den Dächern u. Hügeln von Memphis, der Hauptstadt des
alten Reiches, nach dem heliakischen Aufgang des Sirius ausschau. Sein erster sichtbarer Aufgang in der Morgendämmerung fiel 2800 v. Chr. etwa zeitlich mit der Sommersonnenwende und der Nilflut zusammen, die
das verdorrte Ackerland wieder mit fruchtbarem Schlamm überschwemmte. Wegen der Verschleierung die wahre Natur durch das gebärende Prinzip Shakti oder Psyche des Stierkult ohne Ausgewogenheit des Vegetativum
andrologischen Lebensprinzip zeugenden Geistes nicht wahrgenommen werden kann, wurde Sothis oder der Schleier der Isis auch als Kuh symbolisiert.
Da alles Leben von Ebbe und Flut des Nils oder gleissende Feuer der Sopdet/Sothis abhängig war, war die Nilschwemme für die Landwirtschaft, ja für die gesamte Bevölkerung am Nil von lebenswichtiger Bedeutung.
Mit entsprechender Spannung wurde das erste Erscheinen des Sirius in der Morgendämmerung jährlich erwartet.
Neben dem bürgerl. Kalender des Sonnenjahres, verwendeten die Ägypter das Sothisjahr, das sich zyklisch an
die Nilflut (= Neujahr), die alljährlich nahezu in Memphis zur gleichen Zeit eintraf, orientierte. (Griech. Sothis, latinisiert Sirius = 'der Gleißende, Glanz Ausstrahlende').
Die ägyptische Ära beginnt historisch mit dem heliakischen Siriusaufgang am 19.7.-4240 (Neujahr = Erster Thoth = 19. Juli des Julianischen Kalenders), wobei die Periode 1460 Jahre zählt (2. Sothisperiode am 19.7.-2780, 3.
am 19.7.-1320, 5. am 29.7.1600, 6. am 9.8.3060), obschon 1460 ägypt. Jahre = 1461 tropische Jahre ausmachen. Im 4. Jahrtausend v. Chr. gebrauchten sie bereits das bewegliche Sonnenjahr als bürgerliche Kalendergundlage,
das in 12 Monate zu je 30 Tagen u. 5 Zusatztagen (Epagomenen) eingeteilt wurde. Das ägyptische bürgerliche Kalenderjahr zählte somit 365 Tage, das wahre tropische Jahr hingegen 365.2422 Tage. Dieser Vierteltagesfehler
war ihnen bekannt. Mit dem Dekret von Kanopus verfügte Ptolemäus III 238 v. Chr. für Verwaltungszwecke einen 6. Epagomenaltag (Schalttag), wodurch das Kalenderjahr erstmals alle 4 Jahre 366 Tage zählte.
Diese Schaltregel scheiterte bereits nach kurzer Einführungszeit an der traditionellen kosmischen Verbundenheit: 360°/0.25 = 1440 eigentlicher Sothiszyklus + 360/72 Tage Sothisunsichtbarkeit = 5 Epagomen/0.25 = 20 = 1460.
1440j*18j = 25920 Jahre = 1 Platonisches Jahr = 18 große Siriusjahre. 25920/360° = 1 Grad Präzession in 72 Jahren. 72/18 = Verhältnis 1:4. Der Rhyhtmus 1:4 entspricht dem 18-jährigen Saros der Sonnen- u. Mondfinsterniszyklen.
Mit dem Verhältnis 1:4 ist der menschliche Atemrhythmus sowohl mit dem Puls- bzw. Herzschlag als auch mit dem Sarosrhythmus der Sonnen- und Mondfinsternisse verbunden: 18 Atemzüge = 72 Pulsschläge pro Minute =
360*72 = 4*18*360 = 25920 Atemzüge pro Tag = 1 platonisches Weltenjahr; 4*360=4*6*60 = 1440 Min. = 24 Std. = (lt. Bibel 1 Tag wie 1000 Jahre) mal 1000 Jahre = 24000 Jahre = 2 Daiba-Yuga = 2 göttliche Zeitalter = 1
. mittl. Platonisches Weltenjahr lt. Bibel 24000 Jahre mal 1000 Jahre = 24 000 000 lt. Samkhya-Philosophie Indiens 1 Tag und 1 Nacht des Odin/Brahma.
Etwa 72 Tage dauert die Unsichtbarkeitszeit des Sirius mit der Sonne am Tageshimmel (heliakischer Sirius-Untergang z. B. am 6.5.-2781, 16h50m UT, bis zum heliakischen Aufgang, am 16.7.-2781, 2h09m UT
[Sonnenhöhe -9°, Siriushöhe +1°, Große Pyramide]). Im Osiris-Mythos ist 72 die Zahl der Verschwörer. Der ursprüngliche Sinn der heiligen Einweihungsstempel (Pyramide = gibt mir Licht, Weisheit) ging in
absteigender Zeit unter der Fremdherrschaft verloren und die großartigen Erleuchtungs-Tempelanlagen der Propheten- und Adeptenschulen, Mensch- und Gotteserkenntnis entarteten zu heidnischen Stätten finsteren
Aberglaubens: Einbalsamierung, Mumien, Götzendienste, Anbetung des Sonnenlichts, schwarze Magie, Personifizierung und horoskopartig-heidnischen Verhöhnung aller Aspekte der einzig wahren Gottheit [z. B.
Jupiter/Zeus, Merkur/Apollo, Venus der Griechen bzw. Römer] Der 360-Grad-Kreis des ägypt. Zodiakus (Tierkreis) erinnert daher noch heute an das von den Juden
übernommene magische Pentagramm (72 Tage Sothis-Unsichtbarkeit * 5 Epagomenen = 360 Grad Vollkreis), als ein uraltes Einweihungssymbol der astronomischen Entsprechungen des Christentums, Mikrokosmos Mensch
(Osiris, Isis, Nilstrom, Gr. Pyramide) mit dem Makrokosmos (Orion, Sirius, Milchstraße, Alnitak) oder Großen Schöpfungsmenschen (hebräisch=Adam kadmon, indisch=Prajapati/Paramatman; christlich Satan, Lucifer,
Lichtträger oder nach der Orientalistik Phoshoros/Hekate usw. ). Das Christentum beitzt daher Parallelen zum Osiris-Mythos. Die eingeweihten, besseren Ägypter waren die
ersten christlichen Theologen. Auch die Sterne waren für die auf das Leben im Jenseits vorbereiteten und auf die innere Sehe bezogenen Ägypter kosmischen Bewusstseins nicht einfache Lichter, sondern astrale Wohnstätten
verstorbener Seelen. Bei dieser Wissenschaft die äußere und innere Sehe im Fokus des Diskos inwndig und uswendig zu vereinen, hätte sie die Raumschiffe des Stierkult nur mitleidig belächelt.
J. Cäsar reformierte jedoch seinen Kalender um 46 v. Chr. nach ägyptischem Vorbild. Der Julianische Kalender zählte danach 365.25 Tage, der 1582 von Papst Gregor XIII u.a. in 365.2425 Tage verbessert wurde (365 + 1/4
- 1/100 + 1/400). Durch Vernachlässigung des Vierteltages durchlief der ägypt. Kalender alle Jahreszeiten u. blieb in einem Sothiszyklus 1 ägyptisches Jahr zurück. Neujahrstag bzw. Jahresbeginn war der jährlich beobachtete
heliakische Siriusaufgang, der sich daher im ägyptischen Kalender alle 4 Jahre um 1 Tag verfrühte und um 4 Min. verspätete. In einem Menschenleben machte diese Verschiebung 80j/4 = -20 Tage aus.
Der Julian. Kalender ist 0.0078 Tage/Jahr (0.0078 * 1461 Jahre = 11.4 Tage * 0.9856° = 11.2° scheinbare östliche Sonnenbewegung) größer als das wahre tropische Jahr. Die Präzession beträgt pro Sothiszyklus: 0
.013911°/Jahr * 1461 = 20.4°. 20.4° Präzession - 11.2° Sonnenbewegung = 9.2°/0.9856° Sonnenbewegung/Tag = 9.3 Tage Differenz pro 1461jährigen Zyklus.
Auf 38° südlicher ekliptikaler Breite des Sirius machen die 20.4° Präzession in 1461 Jahren nur noch 20.4 * cos 38° = Ë 16.1° aus. In diesem Fall heben sich Präzession (16° - 11.2° Sonnenbewegung = 4.9°/0.9856° = noch
Ë5 Tage Differenz von einem heliakischen Aufgang des Sirius bis zum nächsten pro Sothiszyklus) u. die 5 Tage Differenz im Julian. Kalenderjahr einerseits durch die verschiedenen Bogenlängen, andererseits durch die Winkel
der ekl. Bögen mit dem Horizont, gegenseitig fast auf (mit Sonne u. Sirius in gleicher ekl. Länge in Konjunktion beträgt die Differenz daher max. 9.3 Tage). Nach Gregor. Kalender kommen dagegen die 16° Präzession des
Sirius im Sothiszyklus (16.1°/0.9856° = Ë16.3 Tage), neben der verschiedenen ekl. Länge u. Breite zwischen Sonne u. Sirius, voll zur Geltung (die heliak. Aufgänge des Sterns Regulus z. B., der sich nahezu auf der Ekliptik
befindet [cos ekl. Br. = 1], differieren nach 1461j. Zyklus nach Julian. Kalender daher; um 9.3 Tage, nach Gregor. Kalender - infolge 20.4° Präzession pro Zyklus - entsprechend durchschnittlich 20.7 Tage.
Sonne Konjunktion Regulus z. B. bei Sonnenaufgang [julian.] um Ë3 h UT, am 3.7.-3922, 13.7.-2461, 22.7.-1000, 31.7.461 oder [gregor.] bei Sonnenaufgang um Ë3h28m UT, am 20.8.1800, 9.9.3261, 29.9.4722 usw.
[geograph. Länge u. Br. der Großen Pyramide]). Heliakische Siriusaufgänge in 0° (+0°34' mit Refraktion) Höhe (nachweislich abgelaufene Sothiszyklen [hs = Sonnenhöhe; Az = Sirius-Azimut]):
17.7.-5704, 1h56.2m UT, hs -11.0°, Az 310.95°, 16.7.-4243, 1h59.1 m UT, hs -9.84°, Az 302.28°; 17.7.-2782, 1h59.2m UT, -9.95°, Az 295.36°; 17.7.-1321, 2h 09.2m UT, hs -9.0°, Az 290.66°; 18.7.140, 2h17.3m UT, hs
-9.23°, Az 288.42°; 30.7.1601, 2h31.0m UT (+10 Tage julian.-gregor.), hs -8.91°, Az 288.82°; 13.8.3062, 2h 45.9m UT, hs -8.71°, Az 291.84°; 29.8.4523, 2h57.9 m UT, hs -9.26°, Az 297.27°; 14.9.5984, 3h11.9m UT,
hs -9.32°, Az 304.81°; 4.10.7445, 3h23.9m UT, -10.0°, Az 314.19° (für +29°58'51'' n. Br., +31°7' östliche Länge der Großen Pyramide bei Gizeh).
Am Sothiszyklus stellten die Sternkundigen fest, dass das wahre Jahr; um ¼ Tag länger als ihr Kalenderjahr sein mußte. Die Ägypter, die aufgrund des 1460j. Zyklus und des ägyptische Sonnenkalenders die Präzession der
Äquinoktien kannten, begnügten sich jedoch mit dem Wissen, dass auf Grund dessen nach 1460 ägyptischen Neujahrstagen wieder alles beim alten war.
Nach 1461 heliakischen Aufgängen des Sirius (= 1461 Sonnenumläufen der Erde), zeigte dagegen der ägyptische bürgerliche Kalender nach Ablauf eines Sothiszyklus 1 Jahr weniger an (1461 trop. Jahre - 0.25 * 1460 Jahre = 1
ägyptisches Kalenderjahr 365 Tage = 1460 Jahre). Statt alle 4 Jahre 1 Schalttag (4 Jahre * 365 = 1460 Tage + 1 Schalttag, 1460 Jahre /4 Jahre = 365 Schalttage),
legten sie nach 1460 ägypt. Jahren 1 Schaltjahr ein (4 * 365 Jahre = 1460 ägypt. Jahre + 1 Schaltjahr = 1461 trop. Jahre).
Aufgang des Sirius z. B. am 20.7.-2782 um 2h2m UT am südöstlichen Horizont zur einsetzenden Nilschwemme.
Die im mittleren Afrika (Gebiete der Nil-Quellflüsse) regelmäßig einsetzenden tropischen Regenfälle gingen mit dem heliakischen Frühaufgang des Sirius einher. Etwa 14 Tage danach begann der Nil, die Schlagader Ägyptens,
anzusteigen. Die Arbeit der Bauern an den Bewässerungsanlagen und -gräben, in denen das Wasser die ausgedörrten Felder erreichte, ruhte während der Überschwemmung von Juli bis September. Mit der fruchtbaren
Flut, die 3000 v. Chr. während der hochsommerlichen Hitze einsetzte, durchpulste eine neu belebende Welle das Land stromaufwärts bis nach Oberägyten. Der um Sonne, Sirius u. Nil, Horus, Isis u. Osiris eso- wie exoterische
Kult um Leben und Tod, erreichte dann seine alljährliche Hochzeit.
Der heliakische Frühaufgang des Sothis-Sterns leitete die hohen Festtage ein. Die Osiris- und Sothis/Isis
-Vverehrung fand irdisch Ausdruck in Spielen, Tanzen, Singen und Trinken. Esoterisch dagegen galt Osiris als Herrscher der Toten oder besser Lebendigen allerzeugender Lebenskraft, in dessen Reich sich alle Ägypter durch
seine übersinnliche Wiederbelebung, die letztlich über die Wandelbarkeit und Vergänglichkeit der verchleierten Natur triumphiert, Unsterblichkeit erhofften.
Die Priester zelebrierten den Isis- u. Osiriskult. Osiris, Herrscher des Totenreiches, Gott des Nils u. der Nilschwemme, war Sinnbild der Fruchtbarkeit. Sirius war der Isis (Sothis) geweiht.
Isis (Sinnbild der Lebensfreude, Lebenskraft, Genießens und der Verschleierung - Isis-Schleier -, da die Materie als Vater aller Lüge den Menschen veräußerter Sinne über seine wahre Natur im Unklaren lässt), Gemahlin des
eingeweihten Adepten Osiris (Anima, Sinnbild des Erlösers und der Lebenskraft), erweckte den zerstückelten Leichnam ihres ermordeten Gemahls (Sinnbild versiegender Lebenksraft bei Trockenheit und Dürre des
spärlichen Nil-Wasserstands oder flüchtiger Vergänglichkeit der Welt) von den Toten zu neuem Leben, wenn Sirius (Animus, Isis, Sothis, Mutter des Horus) erstmals wieder westlich der Sonne in der Morgendämmerung
auflammte (Aufgang des Sternbildes Orion [im alten Ägypten Osiris] vor Sirius). Die Ägypter im alten Reich sahen in unserer Hekate-Eklipse-Sonne daher eine Instanz (Sohn Horus) des Sothissterns, wobei auch die
symbolische Darstellung einer nährenden Kuh Sinnbild des Sirius war (s. Abb. Tierkreis von Denderah, der nicht griechischen Ursprungs ist).
Mit 365.25 Tagen Jahreslänge fallen sämtliche Frühaufgänge im Fall des Sirius nach Julian. Kalender (aufgrund der restlichen Tagesdifferenz präzessionskompensierender Winkelschiefe, der zum Horizont verlaufenden Bögen
verschiedener ekl. Länge u. Br. zwischen Sonne u. Sirius) auf den 19. Juli. Die Differenz zwischen Julian. Kalenderjahr u. tropischem Jahr macht alle 128 Jahren (1/0.0078 Tage) 1 Tag aus
. Dieser Kalenderfehler war im 16. Jahrhundert auf +10 Tage angewachsen. Das Frühlingsäquinoktium (Tag- u. Nachtgleiche) wurde auf den 21. März festgelegt (ekl. Länge der Sonne Null
Grad). Am 21. März 1581 (Frühlangsanfang lt. Kalender) lag die ekl. Länge der Sonne bereits bei über 10°, so dass der wahre Frühlingsbeginn auf den 10. März fiel.
Papst Gregor XIII führte daher 1582 eine Kalenderreform durch, zumal schon der griech. Mönch Argyrus um 1370 darauf hinwies, dass nach dem Kalender das Osterfest immer später nach dem wahren Frühlingseintritt
gefeiert werde. Die Differenz zwischen dem Gregor. Kalenderjahr u. dem wahren trop. Jahr erreicht erst in 1/0.0003 = 3333 Jahren 1 Tag.
Die Fellachen und Beduinen sehen in den Tempelanlagen Urägyptens sogar noch heute eine Art Sternkarte des Orionsternbildes. In diesem auf dem Hochplateau von Gizeh errichteten Himmelsabbild stellen demzufolge die 3
Pyramiden die 3 Sterne des Oriongürtels und der Nil die Milchstraße dar. Die Lage der Großen Pyramide ist daher dem Stern Alnitak (Zeta Orionis) zugeordnet, die mittl. Pyramide
(Chephren) dem Stern Alnilam (Epsilon Orionis) und die etwas abgewinkelte Lage der kleineren Mykerinos-Pyramide der abgewinkelten Lage des Sterns Mintaka (Delta Orionis).
Die Autoren R. Bauval und G. Hancock, die dieses von den Fellachen und Beduinen mündlich überlieferte Wissen veröffentlichten, datieren die Pyramiden aufgrund von Präzessionsspekulationen auf 10500 v. Chr. ( Das
Buch »Der Schlüssel zur Sphinx«, List-Verlag, München 1996, wurde 1994 weltweit ein Bestseller).
Die Pyramiden sind zweifelsohne ägyptischen Ursprungs und entstanden um 3400 v. Chr. Ein noch älteres
Datum ist aus kulturgeschichtlichen Gründen auszuschließen; denn bei einem Alter von rund 12500 Jahren wäre die Gr. Pyramide längst verfallen. Das nicht sehr korrosionsbeständige Kalk-Sandsteinbauwerk kann etwa 11
Jahrtausende nicht überdauern und wird daher etwa um 8000 n. Chr. verfallen sein. Für die Wahl der Lage der Pyramiden ist natürlich die Lage am Nil in kosmischer Entsprechung zu den
Gürtelsternen des Sternbildes Orion (Osiris) und der Milchstraße ausschlaggebend. Andere Sterne des Sternbildes Orion decken sich daher kaum mit weiteren Kultstätten Ägyptens.
Der Himmelsglobus zeigt, dass im Präzessionszyklus die Sterne in den Koluren (mit 90 oder 270 Grad eklikptikaler Länge) die kleinste oder größte Abweichung vom Äquator (Deklination) erreichen.
900 n. Chr. passierte Sirius die ekl. Länge 90° und erreichte im Präzessionszyklus mit -15.81° die kleinste Deklination. Etwa 500 n. Chr. passierte der Stern Revati den Frühlingspunkt. Damit begann das aufsteigende 1000j. Kali-Yuga.
12300 v. Chr. passierte Sirius die ekl. Länge 270° und erreichte mit -60.72° Deklin. die max. Abweichung vom Äquator. Der Stern Alnitak (Zeta Orionis), dem die Große Pyramide zugeordnet wird, erreichte 10750 v. Chr.
mit -50.89° die max. Deklin. (ekl. Länge 270°) und wird 2350 n. Chr. mit -1.85° die minim. Deklin. (ekl. Länge 90°) einnehmen.
Die geographische Breite der Großen Pyramide beträgt 29.9808° (29°58'51'' nördl. Breite, geograph. Länge 31°9'). Die Höhe des Himmelsäquator im Nord-Süd-Kreis (Himmelsmeridian) ist stets gleich dem Komplementwinkel
der geograph. Breite (Kobreite). Max. Höhe des Himmelsäquators: 90° - 29.9808° = 60.019°. Die Deklin. bezeichnet die Gestirnsabweichung vom Himmelsäquator (=an die Sphäre projizierter Erdäquator).
Sirius erreichte demzufolge 12300 v. Chr. die kleinste Höhe im Himmelsmeridian (Süden): Kobreite 60.019° -60.72° max. Deklin. = Höhe -0.703° (ohne Refraktion).
Da -12300 der Stern Revati im Herbstpunkt stand, fiel die kleinste Höhe des Sirius mit dem Beginn des absteigenden Krita-Yuga (Goldenes Zeitalter) des Hindu-Kalenders zusammen.
Da die Refraktion in Horizontnähe im Mittel bei 0.6° liegt, war Sirius in -0.1° Höhe (mit Refraktion) am Fuße der Großen Pyramide nicht sichtbar, wenn nach Bauval u. Hancock die Pyramide 10500 v. Chr. erbaut wäre.
Topozentr. Höhenangaben gelten für den scheinbaren bzw. mathematischen Horizont (Meerespiegelniveau). Die Kimm (sichtbarer Horizont) liegt z. B. bei 100 Meter Augeshöhe über NN (Seehöhe) durchschnittl. [1.925' *
í(100) =] 19' (= 0.3° Kimmtiefe) unter dem scheinbaren Horizont für Augeshöhe 0 Meter NN (Meerespiegelhöhe). Mittlere Refraktion in entsprechender Kimmtiefe bzw. Augeshöhe: 0.31' *í(NN Meter).
Da Sirius ohne Refraktion -0.7° Höhe einnahm, hätte ein Beobachter die Pyramide mindestens 8 Meter hoch steigen müssen, um Sirius am Horizont auftauchen zu sehen (-0.7° = -0.6° Refraktion - 0.0052° * SQR(8)
Refraktion in mittl. Kimmtiefe - 0.03208°* Quadratwurzel SQR(8) mittl. Kimmtiefe). Für einen Beobachter auf der Spitze der Cheops-Pyramide liegt die Kimm etwa -1° unter dem scheinbaren
Horizont, so dass Sirius in dieser Höhe über NN [-0.7°-(-1° =] +0.3° sichtbar über der Kimm stand. 900 n. Chr. erreichte Sirius am Ort der Großen Pyramide die max. Höhe von (60.02°-15.81° minim. Deklin. =)
+44.21° (ohne Refraktion) über dem Horizont von Gizeh. Am 7.9.-11343 0h UT, Ort Große Pyramide, erreichte Sirius in oberer Kulmination (im Süden) die Höhe -0.14°, Azimut 0.346° (ohne Refraktion).
Minimale Höhe des Sterns Alnitak im Präzessionszyklus im Ortsmeridian (=Nord-Süd-Kreis = Himmelsmeridian = geograph. Längengrad): Kobreite 60.02°-50.82° max. Deklin. = +9.13° um 10750 v. Chr.
Max. Höhe des Sterns Alnitak im Präzessionszyklus im Süden: 60.02°-1.85° minim. Deklin. = +58.17° um 2350 n. Chr.
Sirius diente den Ägyptern, wie den Indern der Stern Revati, als Kalenderstern. Für die Inder, die den
Unterschied zwischen siderischen und tropischen Jahren ebenfalls schon 700 v. Chr. erkannten, ist die Lage des Sterns Revati im jeweiligen Sternzeichen lediglich in Bezug auf das Frühlings-Äquinoktium, das den Anfang der
30 Grad großen Tierkreiszeichen der Ekliptik des trop. Jahres markiert, interessant. Die Ägypter erkannten in dem Sothisstern jedoch sogleich das größere Steuerzentrum des (lt. ätester Samkhya-Philosophie, Upanishaden
indischen und germanischen Kosmos) universellen Magnetismus der Siriasis und Surtalogi des Odin/Brahma (auch unter dem modernen Begriff des Priesterastronom Johanns Kepler bekannte Anima motrix ), dessen
jährlicher heliakischer Aufgang ein großes Festereignis war. Der Sothis-Kalender bildete der bürgerliche Kalender und Sirius war sozusagen zugleich der präzessionale Yuga-Kalenderstern der Ägypter.
Höhe des Sothis (Sirius) zu Beginn des Krita-Yuga. Datum.................: 7.9.-11434 Geograph. Breite: 29°59´ Große Pyramide Geograph. Länge: 31°7´ Uhrzeit...............: 0h UT Gradnetz............: 90°,90°,90°
Azimut...............: 0°,20 (Globusradius 20 cm) Höhe..................: 0°,1
Astronomischer Präzessionskalender zur Bestimmung der Zeitqualität auf den Intellekt
Die Ägypter erkannten in dem Sothisstern das größere Steuerzentrum des (lt. ätester Samkhya-Philosophie und Upanishaden indischen und germanischen Kosmos) universellen Magnetismus der Siriasis und Surtalogi des
Odin/Brahma und können den Einfluss der Zeit auf den Intellekt des Menschen, als Ebenbild ganzen Kosmos im kleiner Dimension, mathematisch exakt bestimmen.
Den erleuchtenden oder verfinsternden Einfluss der Zeitepochen auf das menschliche Gehirn erfassen die indischen Weisen (Rishis = sanskrist ‘sehen’ oder astronomische Beobachtungskunst) über einen uralten
Präzessionskalender der nach dem amtlichen astronomischen Jahrbuch regional noch heutigentags in Indien gebräuchlich ist. Der Kalender erfasst präzise die präzessionale Bewegung des Frühlingspunktes in Bezug auf den
Stern Revati (Zeta Piscium). 566 n. Chr. passierte der Frühlingspunkt diesen Stern, womit das aufsteigende Kali-Yuga begann. Nach indischer Chronologie erfolgte der Tod Krishnas am 17.2.3102 v. Chr. (zu Beginn des absteigenden
Dwapara-Yuga, nicht Kali-Yuga). Geburt Noah 3096 v. Chr. 635 v. Chr. begann das 1200-jährige absteigende Kali-Yuga, das 566 n. Chr. endete. 566 n. Chr. begann das 1200jährige aufsteigende Kali-Yuga, das 1766 n. Chr. endete.
Mit dem Jahr 1766 beginnt das 2400 Jahre dauernde aufsteigende Dwapara-Yuga (»Jahre der Götter« = Erdjahre nach dem Gesetz der Bibel 1 Tag = 24 Stunden oder 24 Grundursachen der Schöpfung = 1000 Jahre).
Der noch heute regional gebräuchliche Hindu-Kalender wird bereits 700 v. Chr erwähnt. Die Rishis, denen auch die Präzession der Äquinoktien (Differenz siderisches - tropisches Jahr ) seit geraumer Zeit bekannt ist, führen
die Umdrehung des Sternenhimmels in 24 Jahrtausenden allerdings nicht ausschließlich auf die Kreiselbewegung der Erdachse zurück, sondern sehen darin auch die Widerspiegelung des periodischen Umlaufs der Sonne um
einen bestimmten Gegenpol, der einen qualitativen Einfluss auf das zerebrale Nervensystem (Gehirn) ausübt, welches sich vom kriminellen Stoffwahnhirn (Weltmann, Dunkelmann=Kali-Yuga) bis zum altruistisch
erleuchteten Gehirn (Pyramidentäfelchen) Kosmischen Bewusstsein des Krita-Yuga erstreckt. Nähert sich die Sonne dem Gegenpol (Zentralsonne Vischnunabhi - lt. indischen, germanischen und ägypt.
Adepten der gleißendhelle Sirius, hellster Stern des Nachthimmels, Sitz der schöpferischen Kraft Odin/Brahma, des überall im Universum herrschenden Magnetismus, welches wiederum die geistige Tugend Dharma des
Menschen beeinflusst) nehmen lt. Hindu-Schriften die guten Eigenschaften andrologischen Vegetativum des Lebenprinzip des Geistes zu, im anderen Fall die Liederlichkeit verderblichen der Schakti Sopdet/Sothis.
Im Fruchtbarkeits- und Vereinigungskult des Erlösungmythos der Mystischen Hochzeit des Isis-Osiris-Kult, muss die Phosphoros oder Isis daher als Anima (Sothis) das von ihr schwer andrologisch gestörte Gleichgewicht der
Natur oder zerstückelte Lebens- und Zeugungsprinzip des Geistes (Animus, Osiris) das Totenreiche wieder herstellen und die Gefangenen aus den Dungeon oder 5 Kessel des Totenreich wieder freigeben.
Yuga (Zeitalter trop. Erdjahre) Morgendämmerung Yuga-Dauer Abenddämmerung
Kali (Eisernes) 100 1000 100
Dwapara (Bronzenes) 200 2000 200
Treta (Silbernes 300 3000 300
Krita (Goldenes) 400 4000 400
Im Altertum bei vielen Kulturvölkern (z. B. griech. Antike) allg. volkstümlich auch als eisernes, bronzenes, silbernes und goldenes Zeitalter (Ära) bekannt.
Gesamtdauer der 4 Yuga = 12000 Erdjahre. Man unterscheidet 4 absteigende und 4 aufsteigende Yuga (= 1 elektrisches Daiba-Yuga = 1 Platonisches Jahr). Die Präzession des Frühlingspunktes beträgt lt. Inder im Mittel:
360°/24000 Erdjahre (=1 mittl. Präzessionszyklus 24000 Jahre) = mittl. Bewegung des Frühlingspunktes 0.015° pro Jahr nach Westen.
566 n. Chr. mit der Sternmarke Revati im Frühlingspunkt begann demzufolge die 100-jährige Morgendämmerung des aufsteigenden Kali-Yuga. 566+100 = 666 n. Chr. Ende Morgendämmerung +1000 = 1666 n. Chr. Beginn der
Abenddämmerung Kali-Yuga + 100 = 1766 Ende Abenddämmerung des Kali-Yuga = Beginn der Morgendämmerung des Dwapara-Yuga (1766 erster Entwicklungsschub: Entfaltung der Technologien
[Dampfmaschine usw.] und Biologie ab 1766) + 200 Jahre = 1966 n. Chr. = Ende der Morgendämmerung des Dwapara-Yuga (ab 1966 kann man einen zweiten technologischen u. biologischen Entwicklungsschub feststellen:
Mondlandung, Computer, Satelliten, biologische Revolution, Gentechnik, Klonen; Entwicklungstendenz: Intellekt, Körpergröße u. Lebensalter, Tugend(?) zunehmend.
Nach dem indischen Yuga-Kalender befindet sich die Menschheit im Jahr 2010 A.D. im 244. Jahr des aufsteigenden Dwapara-Yuga (= 2010-1766). Die Morgendämmerung des Dwapara-Yuga ist demzufolge seit 44
Jahren überwunden oder 41 Jahre nach der Mondlandung. Lt. Hindu-Schriften besteht demzufolge Übereinstimmung des Yuga-Zyklus mit bestimmten Zeitepochen bzw.
Entwicklungsstadien des Intellekt, die im Krita-Yuga die höchste natürliche Reifestufe erreicht. Die kosmische Symbolik ändert sich dadurch epochal alle 2000 Jahre (1. kosmischer bzw. platonischer Monat oder Ära).
Die ägyptische und jüdische Hochkultur und die der Maya bilden daher Ausnahmen die älter geworden sind als eine Ära.
Die Wissenschaftshistoriker G. de Santillana und H. von Dechand vertreten in »Die Mühle des Hamlet«,
Wien/New York 1994, den Standpunkt des Siriasis-Genozid-Chronologie um die Frage Sein oder Nichtsein, dass der Präzessionszyklus als chronologische Kontrolle irdischer Revolutionen in der Antike bekannt war.
Ein Teil der auf die Raumstation MIR mitgeführten siderisch extrem angepasster und spezifisch sehr empfindlicher Kleintiere sind aus ungeklärten Ursachen nicht lebensfähig. Die Forscher rätseln über die
Umstände, die dort zum Sterben der Salamander führen. Der Nachweis der Wirkung elektrischer Felder auf das Pflanzenwachstum ist eine vielfache, gesicherte Erfahrung auch in Bezug auf Sonne und Mond. Ernst Tamm
promovierte 1927 bereits mit dem fortschrittlichen Thema der Problematik der Elektrokultur. Bei der Raumstation ISS müssen daher die bioenergetischen Felder spezifischer Verwesung künstlich erzeugt werden, da
die spezifische Auslaugung schwere, tödl. Krankheiten verursachen müssen, wobei man feststellte, dass unter diesen künstlichen Bedingung der Nekrobiose und Nekrospermie das hermetisch in sich abgeschossene,
kybernetische Wahnsystems zur spezifischen Verödung die Fortpflanzungsfähigkeit durch Infertilität so stark beeinträchtig wird, dass das Überleben der Art außerhalb der Anpassung an irdischer Atmosphäre und
Umweltbedingungen nicht sichergestellt ist, worunter daher die genetische Hybrid-Anpassung einer speziellen Eigenartigkeit der Alienation, Alienisten des Animalismus oder Subspezies des Diskos kursiert, weshalb der
Inquistions-Kodex oder Decree die Konquistadoren bis nach Nord- und Südamerika verschlug. Die Alten haben daher dafür alternative Methoden des Horus-Falken-Auge (KA oder Ad Astra Planeta)
entwickelt und das maschinelle Sehen des Descartes französierender viehischer Restpsyche der Spaltung von Substanz und Geist des Geek als Sackgasse oder Holzweg erkannt. Die Sarkophag der Königskammer der
Großen Pryamide bietete dafür eine Art Verschmelzung von hüben und drüben. Daher gibt es auch das Entwicklunssystem, dass den göttlichen Funken, Plan oder Ordnung aus der Wirkungssphäre der
Versuchsanordnung oder Retorte topisch kybernetischen Wahnsystem die Harmonien von Anima und Animus oder die das edle Dasein oder Menschenwürde erst bewusst machende allwissende Gefühlskraft des Menschseins
zu zerstören, nicht systematisch eliminieren. Nach AP-Meldungen vom 24. Mai 1989 war in den Gazetten zu lesen: >Zu Fällen von Riesenwachstum bei
Pflanzen ist es in der Umgebung des Atomkraftwerkes im Nekropol von Terschnobyl in der Ukraine gekommen, wo 1986 nach einer Explosion des Sarkophag der Ausstoß einer riesigen Wolke radiokativer Strahlung erfolgte.<
Die Zeitung ‘Leniskope Snamja’ berichtetet am 22. Mai 1989, dass einige Nadelbäume Riesenwachstum entwickelten. Die Blätter von Pappeln würden bis zu 18 cm lang.
Die bittere Klage des Hesiod über den Zeiteinfluss auf den Intellekt
Die Zustände in den vier (absteigenden) Yugas werden im Mahâbhârate und in zahlreichen Purânas inhaltlich im
wesentlichen übereinstimmend geschildert: Im Krita-Yuga waren die Menschen alle gesund und glücklich, rechtschaffend und tugendhaft und lebten lange. Es gab nur eine Veda und man verehrte nur einen höchsten Gott.
Im Treta-Yuga nimmt die Tugend und die Lebenszeit der Lebewesen um ein Viertel ab; es entstanden Egoismus und böse Begierden in den Menschen, die Quelle aller Übel, die sie veranlaßten, nach Besitz zu streben und Opfer darzubringen.
Im Dwapara-Yuga werden die Verhältnisse wieder um ein Viertel schlechter, die Menschen beginnen sich gegenseitig zu betrügen und zu bekämpfen. Im Kali-Yuga nimmt die Verderbtheit immer mehr zu, Zucht und
Sitte lockern sich, und die Liebe des Stierkult zum Fleisch und Materie die Psyche zum Streben nach Besitz und Macht nach außen zu ziehen, führt zu Krieg und Verwüstung (vgl. H. v. Glasenapp, »Indische Geisteswelt«, Bd.
I, E. Vollmer-Verlag, Wiesbaden, S. 153).
Auxologie nennt sich die Lehre menschlichen Körperwachstums. In Europa hält seit 150 Jahren der Trend an,
wonach im 20. Jahrhundert das Körperwachstum um 18 cm zugenommen haben. Die Wikinger wurden etwa im Durchschnitt 41 Jahre alt. Das Statistische Bundesamt weist nach, dass auch der Trend zunehmender
Lebenserwartung unvermindert steigt.
Nicht nur die Inder waren mit der Präzessionswirkung bereits 700 v. Chr. vertraut, sondern auch in den
gebildeten Kreisen der griech. Antike waren die 4 Weltzeitalter (das goldene, silberne, erzene u. eiserne Menschenalter) ebenfalls geläufig, wie z. B. der griech. Dichter Hesiod bezeugt. So seufzt der Dichter Hesiodos
um 700 v. Chr., der sich über die niedere, materialistisch-siderisch-klammernde Gesinnung der Menschen des 700 v. Chr. hereinbrechenden finsteren Eisernen Zeitalters bitter beklagt (exakt am Ende der Abenddämmerung
des absteigenden Dwapara Yuga und zu Beginn der Morgendämmerung des 701 v. Chr. anbrechenden eisernen Kali-Yuga): >Wäre ich doch nicht ein Genosse dieses Menschengeschlechtes, das jetzt gekommen ist; wäre ich früher
gestorben oder später geboren! Denn dieses Menschengeschlecht ist ein eisernes! Gänzlich verderbt sind sie sich selbst die größte Plage. Der Vater ist dem Sohne, der Sohn dem Vater nicht hold;
der Gast hasst den Freund, der ihn bewirtet, der Genosse den Genossen; auch unter den Brüdern herrscht nicht mehr herzliche Liebe wie vor Zeiten.
Nicht der Aufrechte, der Gute und Gerechte ist angesehen, nein, nur den Übeltäter ehren sie; Recht und Mäßigung gilt nichts mehr, der Böse darf den Edlen verletzen, trügerisch, krumme Worte sprechen, Falsches
beschwören. Deswegen sind die Menschen auch so unglücklich.< (Zitat aus G. Schwab: »Die schönsten Sagen des klassischen Altertums«, Tosa-Verlag, Wien)
Sternbilder
Die Namen vieler Sternbilder stammen aus der griechischen Mythologie, z. B. Herkules, Perseus, Andromeda, Walfisch u.a. Die Namen der Tierkreissternbilder, Skorpion, Krebs, Löwe usw. gehören zur Urgeschichte der
Menschheit. Einige Konstellationen des südl. Himmels wurden erst in neuerer Zeit mit Namen versehen, wie Luftpumpe (lat. Antlia), Chemischer Ofen (lat. Fornax), Pendeluhr (lat. Horologium).
47 der 88 Sternbilder liegen südlich des Himmelsäquators, 32 nördlich, 9 umschließen ihn. Viele Sterne tragen
Eigennamen, wie Antares, Castor u. Pollux von den Griechen, Benetnasch, Ras Alhague, Alamak, Algol von den Arabern. Der deutsche Astronom Johannes Bayer (1572 - 1625) der viele Sterne des südl. Himmels zu neuen Sternbildern
verband, führte ein System ein nach dem die helleren Sterne gekennzeichnet werden. Diese Einteilung stellt auch zugleich eine ungefähre Helligkeitsfolge dar. Der hellste Stern erhielt den ersten griech. Buchstaben, der
zweithellste den folgenden usf., einige weichen von der Regel ab. Im Sternbild Ursa Maior (Großer Bär) ist e (epsilon) Ursae Maioris der hellste Stern. Dem kl. griech. Buchstaben
folgt stets der lat. Name im Genitiv, z. B. Bärenhüter, lat. Bootes, Genitiv Bootis, Sternbild Krebs, lat. Cancer, Genitiv Cancri.
Der Globus beinhaltet alle Sternbilder der südl. u. nördl. Hemisphäre. Die wissenschaftlichen Grenzen der 88 Sternbilder (89 wenn Serpens [Schlange] als zwei Sternbilder Caput (Kopf) und Cauda [Schwanz] zählen)
wurden mit Beschluß der IAU 1925 eingeführt. Der argentinische Astronom Gould legte schon 1877 einige Grenzen auf der Südhemisphäre fest. Der mit der Festlegung der Bezugslinien betraute Astronom E. Delporte
schloß seine Arbeit an die seines Vorgängers an. Die Sternbildzugehörigkeit eines Objektes (Novae, Kleinplaneten, Sternschnuppenströme, Veränderliche usw.) ist seither unmißverständlich festgelegt. Internat. Abgrenzung der
Sternbilder nach der Resolution der Internat. Astronom. Union (IAU).
Milchstraße
Der Begründer des Atombegriffs, Demokrit aus Abdera in Thrakien (460 - 370), vermutete schon zu seiner Zeit,
dass die Milchstraße aus dem Glanz zahlloser Sterne besteht. Die Milchstraße - eine linsenförmige Konzentration von rund vierhundertmilliarden Sternen - bildet die galaktische Symmetrieebene. Unser Sonnensystem liegt
innerhalb dieser Ebene, 30 000 Lichtjahre von ihrem Zentrum entfernt, das etwa in Richtung des Sternbilds Schütze liegt - dort ist die Konzentration der Sterne am dichtesten. Die Teilung der Milchstraße im Sternbild
Schwan, Adler u. Schlagenträger wird durch interstellare Staubmaterie verursacht, die das hinter ihr liegende Sternenlicht absorbiert. Diese interstellare Materie bildet die sternenleeren Zonen innerhalb der Milchstraße. Eine
derartige Dunkelwolke der südl. Milchstraße im Sternbild Kreuz des Südens, erhielt von Seefahrern den Namen »Kohlensack«.
Zirkumpolare Sterne
Zirkumpolare Sterne: Poldistanz (90° - d Deklination) <=j geographische Breite des Standorts. Der erste
Deichselstern im Großen Wagen Benetnasch (h Ursae Maioris) besitzt die Deklination d+50°. Höhe des
Nordpols über bzw. des Südpols unter dem Horizont = j geograph. Breite. Poldistanz: 90° - d 50° = 40°. Ab 40° j geograph. Breite wird Benetnasch zirkumpolar. Zirkumpolare Sterne sind das ganze Jahr über zu sehen. Auf
der Nordhalbkugel erreichen sie im Süden die obere, im Norden die untere Kulmination. Sterne südl. des Deklinationskreises <d -50° sind ebenfalls zirkumpolar, bleiben somit auf j +40° n. Br. stets unter dem Horizont. Am Nord- oder Südpol sind alle Sterne zirkumpolar.
Sternzeit
Der jährliche Umlauf der Erde um die Sonne ist ebenfalls, wie die Umdrehung der Erde um ihre Achse, an den Sternen festzustellen. Der jährl. Umlauf der Erde (Revolution) bestimmt daher die Sternzeit, im Gegensatz zur
mittleren Sonnenzeit, die aus der tägl. Rotation der Erde um ihre Achse abgeleitet wird.
Die Sonne erreicht den mittl. Frühlingspunkt (Äquinoktialpunkt für Frühlingsbeginn) jeweils nach 365.2422
Tagen (= 1 tropisches Jahr). Infolge der Präzession wandert dieser Punkt jährlich um 50.26 Bogensekunden (= 0.0139611 Grad = Differenz zwischen dem trop. u. sid. Jahr, die in 1000 Jahren bereits 14 Grad ausmacht) nach
Westen der Sonne entgegen, daher vollendet sie keine 360°, sondern lediglich 360°-0.0139611° = 359.98604 Grad.
Die mittl. Sonnenbewegung im siderischen Jahr; beträgt somit 359.98604°/365.2422 = 0.9856091° pro Tag.
Wegen der 50.26'' braucht sie 20.4 Minuten länger um volle 360° zurückzulegen. Dieser Zeitraum entspricht der Länge des siderischen Jahres, das auf die Sterne bezogen 20.4 Min. länger als das trop. Jahr dauert (360°/0
.9856091° = 365.25636 Tage - siderische Jahreslänge).
Zum tropischen Jahresende vollendet die Erde in bezug auf die Sonne 365.2422 Tage, aber in bezug auf die
Sterne führt sie eine zusätzliche Umdrehung aus, da die Sternzeit täglich rund 4 Minuten schneller abläuft. Mittl. scheinbare Sonnenbewegung pro Tag des trop. Jahres: 360°/365.2422 = 0.9856473° * 4 Minuten = 3 Min. 56
.55536 Sek. Sternzeitfortschritt pro Tag gegenüber der mittl. Sonnenzeit: 3 Min. 56.55536 Sek. Im Jahr sind das 365.2422 * 3 Min. 56.55536 Sek. = 1440 Min. = 1 Tag. 365.2422 Sonnentage entsprechen daher 366.2422 Sterntage.
1 mittl. Sonnentag = 366.2422/365.2422 = 1.002737909 = 24 Std. 3 Min. u. 56.55536 Sek. mittl. Sternzeit.
1 mittl. Sterntag = 365.2422/366.2422 = 0.997269566 = 23 Std. 56 Min. 4.09054 Sek. mittl. Sonnenzeit.
Gegenwärtige Sternzeit (= mittl. Sonnenlänge + 180°) um 0 Uhr UT (Weltzeit) für Greenwich, am 21. März (Frühlingsanfang): l 11h55m; 21. Juni (Sommeranfang): l 17h58m; 22. Sept. (Herbstanfang): l 0h5m; 21. Dez.
(Winteranfang): l 6h.
Neben der vorstehend bezeichneten Sternzeit um 0 Uhr UT durch den Erdumlauf um die Sonne, bestimmt der Stundenwinkel des Frühlingspunktes (^) mit dem jeweiligen Ortsmeridian die augenblickliche Ortssternzeit.
Der Frühlingspunkt passiert den Ortsmeridian demzufolge stets um 0 Uhr Ortssternzeit (Rektaszensionskreis Null
Uhr im Nord-Süd-Kreis). Ortssternzeit = Sternzeit 0 h UT (Greenwich) des Datums + UT * 1.0027379 (Umwandlungsfaktor Sonnenzeit- in Sternzeitmaß) + geographische Länge in Grad/15 (östl. geogr. L. +, westl. Länge -).
Am 1. Dez. um 12 Uhr mittags kulminiert die Sonne zusammen mit einem beliebigen Stern im geographischen
Ortsmeridian (Nord-Süd-Kreis - Fig. 18). Am 31.12. kulminiert der Stern bereits um 8 Uhr vormittags, da die Sonne - infolge ihrer östl. scheinbaren Eigenbewegung - rund (4x30 Tage = 120 Minuten) 30 Grad (60 Min. =
15°) weiter wanderte. Der Stern kulminiert früher u. wandert dementsprechend von der Sonne weg nach Westen, wodurch jeden Monat ein anderes Sternbild am Osthimmel aufgeht.
Sternuhr
Die Uhrzeit kann an jedem beliebigen zirkumpolaren Stern abgelesen werden. Die Linie Südpunkt- Himmelsnordpol (Polarstern) bildet dabei den 0-Uhr-Kreis, Westpunkt-Himmelspol den 6-Uhr-Kreis, die Linie
Nordpunkt-Himmelspol den 12-Uhr-Kreis u. der Kreis Ostpunkt- Nordpol den 18-Uhr-Kreis. Die 4 Quadranten schließen jeweils 3*2 Stunden ein (Taste A: Bogen Westpunkt-Himmelsnordpol). Am 8. März befindet sich z. B.
Merak (b Ursae Maioris) um 0 Uhr UT im Süden von Greenwich (auf k +16° ö. L. z. B. am 8. März - 16° * 1/0.9856° = am 21. Februar um 0 Uhr UT, oder auf k -60° westl. geograph. Länge * 1/0.9856° entsprechend am, 8.
März +61 Tage am 8. Mai um 0 Uhr).
Diesen Ausgangsstand nimmt dieser Stern jeden Tag l 4 Min. früher ein (genau 3.94259 Min./Tag = 0
.985648°/Tag). Am 8. März steht Merak (Greenwich) z. B. um 6 Uhr im 6-Uhr-Kreis. 6 Monate später, am 8. Sept. daher 6*2 = 12 Std. früher: 6h - 12h = -6h (+24h) um 18 Uhr UT (= 19 Uhr MEZ).
Merak wird am 10. Dez. auf 6.8° ö. L. genau im Norden im 12-Uhr-Kreis beobachtet - wie spät ist es dann?
Greenwich (0° geograph. Länge) 8. März 0 Uhr UT, auf +6.8° ö. L. dann am 1. März um 0 Uhr UT im 0-Uhr-Kreis. 1. Dez. - 1. März = 9 Monate * 2 = 18 Std. 10. Dez - 1. Dez. = 9 Tage * 4 Min. = 36 Min. = 18h36m
früher: 24 Std. - 18.6 Std. = am 10. Dez. um 5.4 Uhr im 0-Uhr-Kreis bzw. +6h später, um 11.4h UT im 6-Uhr-Kreis, +12h später, um 17.4h UT (= 18.4 Uhr MEZ) im 12-Uhr-Kreis usf. Der zirkumpolare Stern Caph (b
Cassiopeiae) ist ebenfalls als Uhrstern geeignet.
Helligkeit
Die Grenzgröße der noch mit bloßem Auge am nachtdunklen Himmel sichtbaren Sterne, liegt etwa bei +6 mag
bis +7 mag (unter den besten klimatischen Bedingungen der Wüstenzonen oder Meeresgebiete). Die Helligkeit der Gestirne wird allgemein mit »mag« abgekürzt bzw. mit dem hochgestellten Buchstaben »m« (-0.04m)
gekennzeichnet (lat. magnitudo = »Größe«).
Capella ist 0.08 mag hell, Arcturus -0.04 mag, Altair 0.77 mag. Für hellere Gestirne wurden, neben der Helligkeit
0 mag, ähnlich der Temperaturskala, negative Größenklassen eingeführt. Die visuelle Sonnenhelligkeit beträgt -26.8 mag, die des Vollmonds -12.74 mag. Sirius (Alpha Canis Maioris ) ist mit -1.46 mag der hellste Stern des
Nachthimmels. Mit -0.72 mag ist Canopus (Alpha Carinae) der zweithellste Stern. In 36.2 Lichtjahren wäre er heller als die Venus. Canopus war griechisch Steuermann des Menelaos, ägyptisch Steuermann des Osiris.
Canobos (latinisiert Canopus) war im Altertum zudem ein berüchtigter Ort der Nilmündung. Dritthellster Stern ist Arcturus (Alpha Bootis), gefolgt von Toliman (Alpha Centauri) mit -0.01 mag und Capella (Alpha Aurigae).
Formel- oder Katalog-Helligkeiten sind stets auf Seehöhe und Gestirn am Zenit (Null-Extinktion) bezogene Werte.
Die wirklich zu beobachtende Helligkeit ist von der Seehöhe der Beobachtungsstation (Reinheitsgrad der Luft)
und der Gestirnshöhe (Extinktion) abhängig. Ohne irdische Lufthülle sind alle Gestirne um den Betrag des Extinktionskoeffizienten (durchschnittlich 0.28 mag) heller. Visuelle Sternhelligkeiten (System Johnson u. Morgan
) sind auf das spektrale Wellenlängenempfindlichkeitsmaximum des menschlichen Auges von 5550 Ångström bezogen (visuelle oder Gelbhelligkeit »V«).
Rund 6000 Sterne bis zur 6. Größenklasse sind mit bloßem Auge gut zu erkennen - bis zur theoretischen
Empfindungsschwelle des menschlichen Auges +8 mag sind es rund 40 000 Sterne (das Himmelshintergrundlicht wird heute von den beleuchteten Städten so stark erhellt, dass die max. Grenzgröße in Stadtbezirken bei 4-5 mag
liegt, sonst bei max. 6-7 mag).
Die Hälfte liegt unterhalb des Horizonts, ein Drittel geht in dessen Dunstkreis unter, bleiben zumeist nur 2000 -
4000 mit bloßem Auge unmittelbar sichtbare Sterne in einer klaren Nacht. Durch ein geeignetes Fernglas (14x100) können rund 1000 000 Sterne bis zur 11. Größe erreicht werden, mit Schulfernrohren bis zur Helligkeit +15
mag schätzungsweise rund 30 Millionen.
Die visuelle Helligkeitsempfindung entspricht dem Logarithmus der Strahlungsintensität (psychophysisches
Gesetz von Weber-Fechner); wir sehen gleiche Helligkeitsunterschiede bei gleichem Intensitätsverhältnis. Die Empfindung entspricht nicht immer streng proportional dem Logarithmus des Reizes. Bei einäugigem Sehen
entstehen Schwellenunterschiede von bis zu 0.2 mag, wogegen beidäugiges (binokulares) Sehen die Schwellenunterschiede erheblich mindern. Das menschliche Auge kann dagegen die Gleichheit von Leuchtdichten sehr gut bestimmen.
Ein Stern der ersten Größenklasse ist etwa einhundertmal heller als einer der sechsten. Strahlungsintensität eines Sterns der Helligkeit 0 mag = 1, die eines Sterns der Größe +5 mag = 100, der um diesen Faktor lichtschwächer
ist. Die Intensitätsänderung der Lichtstrahlung von einer Größenklasse zur anderen, ist also gleich dem Faktor der fünften Wurzel aus der Zahl Hundert. Ein Stern der Größe -1 mag ist somit 39.81x heller als ein Stern +3 mag.
Im Altertum unterteilten bereits Hipparch u. Ptolemäus die mit bloßem Auge sichtbaren Sterne in 6 Helligkeitsstufen. In Anlehnung an diese antike Grundlage wählte der engl. Astronom Pogson 1857 die Konstante 100.4 = 2.512 (Pogsonsche Gleichung), so dass das Intensitätsverhältnis 1:100 5 Größenklassen umfasst. Ein
Stern der Helligkeit +6 mag besitzt daher die Intensität 10 0.4 * 6 = 251.188 (Print 10^2.4 = 251.188). Der Vollmond ist 12.7 mag hell. Um wieviel heller ist er gegenüber einem Stern der Größe +5 mag?
Größenklassendifferenz: +5 mag - (-12.7 mag) = 17.7 mag: 100.4 * 17.7 mag = 10 7.08 = 12 022 644.
Der Vollmond ist demzufolge rund zwölfmillionenmal heller.
Pogsonsche Helligkeitsskala
Helligkeit (m) Intensität (I)
|
-5 mag
|
100.000
|
|
-4
|
39.810
|
|
-3
|
15.848
|
|
-2
|
6.309
|
|
-1
|
2.512
|
|
0
|
1
|
|
1
|
0,398
|
|
2
|
0,158
|
|
3
|
0,063
|
|
4
|
0,025
|
|
5
|
0,01
|
|
10
|
0,0001
|
|
20
|
0,00000001
|
|
25
|
0,0000000001
|
Das Auge mißt Helligkeitsunterschiede der Größe 0.04-0.1 mag.
Die Differenz unserer Sonne (visuelle Helligkeit -26.8 mag - 0.28 mag Extinktion für Reduktion auf den lufteeren
Raum außerhalb der Erdatmosphäre = -27.08 mag) u. die des Sirius (visuell -1.46 mag - 0.28 atmosph. Extinktion = -1.74 mag) beträgt: -1.74 - (-27.08) = 25.34m. In Intensitäten ergibt 25.34 mag: 10 0.4 * 25.34m = 1010.116 = 1.3677288*1010 demnach hat unsere Sonne eine 13.6773 Milliarden mal stärkere Strahlung.
Da die Entfernung hier unberücksichtigt ist, handelt es sich dabei nur um die »Scheinbare Helligkeit«. Sonne u.
Sirius 32.61564 Lj. (10 parsec) entfernt, ergibt eine vergleichbare Helligkeit; man spricht dann von der mit dem Großbuchstaben »M« gekennzeichneten sog. »Absoluten Helligkeit«.
Die Sonne besitzt die absolute Helligkeit +4.77M (+4.77 - 0.28 mag atmosph. Extinktion = 4.49M mag für
Reduktion auf den leeren Raum - interstellare Extinktion bzw. Absorption vernachlässigt). Ein Lichtjahr = 9.46073047*1012 km, 32.61564 Lj. demnach 3.08568*1014 km. (Computer-Arithmetik: Zahlendarstellung
halblogarithmisch 3.08568E+14 = M x 10E = M=Mantisse,E=Exponent).
Die Sonne ist 149 597 870 km (=1 Astronomische Einheit AE) entfernt u. -27.08 mag hell. Mit welcher Helligkeit
leuchtet sie in 32.61564 Lj.? 3.08568E+14 km/ 1.4959787E+08 km = 2062650 AE. Die Helligkeit nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab: 20626502 = 4.254525E+12. Diese Summe ist das in Größenklassen
umzuwandelnde Intensitätsverhältnis: Log 4.254525*1012 = 12.6288 / 0.4 = Entfernungsmodul 31.57 Größenklassen. Scheinbare Sonnenhelligkeit in 149.6 Mill. km = -27.08 mag + 31.57 mag = absolute Helligkeit
der Sonne in 32.61564 Lichtjahren Abstand: +4.49M . Oder: -27.08+5*LOG10(2062648 AE = 10 Parsec) = -27.08+5*LOG10(206264 AE = 1 Parsec)+5 = 4.49 mag. [absolute Helligkeit M = m + 5 - 5 LOG10(Parsec pc);
Parallaxe'' = 1/pc; M = m + 5 + 5*LOG10(Parallaxe''); Entfernung 10fach in 10 Parsec = 5*LOG10(10) = 5].
Nach astronomischen Messungen beträgt die jährliche Parallaxe des Sirius 0.375'', somit ist Sirius 3.261564/0
.375 = 8.7 Lj. entfernt: 32.61564 Lj. / 8.7 Lj. = 3.749 mal weiter entf. (0.375'' * 10 pc). Helligkeit nimmt mit dem Entfernungsquadrat ab: 3.749ý = 14.055 (Intensitätsverhältnis): Log 14.055 = 1.148 / 0.4 =
Entfernungsmodul 2.87 mag: -1.74m = + 2.87 mag = absolute Helligkeit in 32.61564 Lj. = +1.13M. Größenklassendifferenz: +4.49M - 1.13M = 100.4 * 3.36 mag = 101.344 = Intensität 22x.
Sirius übertrifft die Leuchtkraft unserer Sonne im optischen Spektralbereich um das 22fache. Um jedoch die
Gesamtstrahlung eines Sterns über alle Wellenlängenbereiche (Infrarot bis Ultraviolett) zu erhalten, müssen die bolometrischen Korrektionen an die visuellen Helligkeiten angebracht werden; denn die absolute Helligkeit bildet
nur den photometrischen Anteil der Gesamtstrahlung: Bolometrische Helligkeit der Sonne -26.87 m, absolut +4.70 Mbol (ohne 0.28 mag atmosphärische Extinktion).
Die bolometr. Korrektion ist von effektiven Temperatur (Te) des Sterns abhängig. Sirius mit Te= 10350 °K (Kelvin) = bolometr. Korrektion -0.45 mag.
Bolometr. Sirius-Helligkeit: -1.46 + (-0.45 mag) = -1.91 mbol. Bolometr. Sirius-Leuchtkraft demnach 31.3x (Sonne = 1): Mbol Sirius 0.96 = -1.91 mbol + 5 + 5 * LOG10(0.375'' Parallaxe); 4.70 Mbol der Sonne - 0.96
Mbol Sirius = 100.4 * 3.74 mag = 101.496 = Leuchtkraft 31.3x.
Ein Stern mit der Parallaxe 0.015'' u. scheinbaren Helligkeit +2.97 besitzt die absolute Helligkeit -1.14 mag. Diese
ist größer, da hier die Helligkeit mit dem Quadrat der abnehmenden Entfernung zunimmt. Deneb, hellster Stern im Sternbild Schwan, besitzt die absolute Helligkeit -6.03 mag. (Absolute Helligkeitsangaben ohne interstellare
Absorption). In 32.61564 Lj. wäre er opt. 6.5x heller als die Venus. Deneb ist jedoch 932 Lj. entfernt, so dass seine scheinbare Helligkeit nur +1.25 mag beträgt. Mit der abs. Sonnenhelligkeit verglichen ist er im sichtbaren
Spektralbereich rund 4.82M - (-6.03M) = 10.85m (100.4*10.85 = 104.34 ) = 21878x heller.
Aldebaran, hellster Stern im Stier, ist etwa 40x größer u. besitzt 4x mehr Masse, aber seine mittl. Dichte ist 20
000 mal geringer als die unserer Sonne. Antares - von den Griechen Gegenmars (Ant-Ares) genannt, übertrifft unsere 1.4 Mio km große Sonne um das 400fache - der rote Überriese Beteigeuze sogar um das 500fache.
Eine Hefnerkerze (HK) im Abstand von einem Meter entspricht der scheinbaren visuellen Helligkeit -14.18 mag
(= 1 Lux), photographisch -12.06 mag (=1 Lux). Venus ist durchschnittlich -4 mag hell. Differenz: -4 - (-14.2) = 10.2 mag.
Intensitätsverhältnis: 100.4*10.2 mag = 104.05 = 12022.6 HK. Eine HK in einem Meter Abstand ist demnach
12023x heller. -4 mag entspricht der Helligkeit einer Kerze in Å 12022.6 = 109.65 Metern (= 1/12023 Lux).
Oder: 10^(Differenz 10.2 mag /5) = 109.6 Meter. Invers: 5*LOG10(109.65 Meter) = 10.2 mag Differenz (m2-m1).
1 Candela (cd) = 1.107 HK; 1 HK = 0.903 cd. 1 cd = -14.07 mag. Differenz -14.07 mag - (-14.18 mag) = 0.11
mag. pz=Helligkeitsdifferenz in Prozent (pz=0-100 %: x=1-pz/100, pz>100%: x=1+pz/100; dm=Prozent in Helligkeitsdifferenz. 1 cd = 1.107 = pz = 110.7 % HK (HK strahlt 10.7 % mehr Licht aus als ein cd), x=1.107:
dm=0.11 mag Differenz cd-HK. dm=ABS(LOG10(x)/0.4); pz=ABS((1-10^(-0.4*dm))*100). 50 % Helligkeitsunterschied = 0.75 mag Helligkeitsdifferenz.
1 Candela strahlt einen Lichtstrom von 4o
= 12.56 Lumen in den Raum. Die Solarkonstante mit 1395 Watt/m2 entspricht der scheinbaren Helligkeit -26.8 mag der Sonne (-27.08 mag im luftleeren Raum). 1 cd = -14.07 mag =
1 Lux = 1 Lumen enstpricht somit 0.0112869 Watt/qm = 10^(((-26.8)-(-14.07))*0.4)*1395 Watt/qm. Die scheinbare Helligkeit eines Sterns +6 mag (setzt man statt -14.07 mag +6 mag ein) entspricht demnach 0
.00000000010582157 Watt/qm. Helligkeit der Sonne: -26.8 mag = 6 mag + 2.5*LOG10(1.058215717E-10/1395).
Addition von Magnitudines. m1 = -2.56 mag, m2 = -2.00 mag, m3 = 0.1 mag = Gesamthelligkeit m -3.125 mag: m = -2.5*LOG10(10^(-0.4*m1)+10^(-0.4*m2 +10^(-0.4*m3))
Merkur ist zwischen +5 u. -2 mag hell., Venus -3.5 mag bis -4.5 mag, Mars +2 bis -2.8 mag, Jupiter -1.5 bis -2.5
mag. Saturns Helligkeit variiert zwischen +1 u. -0.3 mag, Uranus max. +6 mag. Neptun ist mit max. +7.5 mag mit bloßem Auge nicht zu sehen. Der Planet Pluto (Helligkeit +15 mag) ist nur durch größere Teleskope sichtbar.
Venus ist nach Sonne u. Mond das hellste Gestirn - ihr Licht ist strahlendweiß. Die Planeten fallen besonders auf, weil sie gegenüber den flimmernden Sternen (Szintillation) viel ruhiger leuchten.
Atmosphäre - Szintillation
Szintillation nennt man das Funkeln und Glitzern der Sterne. Dabei handelt es sich um turbulente Luftbewegungen von etwa 10-20 cm Durchmesser in der unteren Atmosphäre, die eine Veränderung des
Brechungsindexes der Luft in der Sichtlinie des Fernrohres verursachen.
Die Luftunruhe (seeing) macht sich dabei als geringfügige Ortsschwankungen (0.5'' bis 10'' um die Mittellage =
Richtungsszintillation) und Helligkeitsveränderungen (bis zum kurzzeitigen Verlöschen = Intensitätszintillation) bemerkbar. Die Richtungsszintillation ensteht vor allem durch Luftschichten in Bodennähe unterhalb 25 m Höhe,
während die Intensitätsszintillation vornehmlich beim Durchlaufen der Tropopause (8-12 km Höhe) entsteht. Die Szintallation ist am deutlichsten an den Sternen festzustellen. Bei visueller Beobachtung wird der Luftzustand
('visual seeing') meist nach einer 5stufigen Skala bewertet:
Luft 1 = sehr gut. Mehrere Beugungsringe im Teleskop sichtbar. Ruhige und scharfe Bilder auch bei starker Vergrößerung.
Luft 2 = gut. Wie vorher, doch Bild blickweise unruhig (Wallungen). Luft 3 = befriedigend. Bild überwiegend unruhig, doch in Phasen der Luftruhe sind die Konturen und Konstraste bei mittl. Vergrößerung einwandfrei.
Luft 4 = magelhaft. Die Luftunruhe stört erheblich die Definition. Einzelheiten verschwommen und nur blickweise zu erkennen. Luft 5 = unbrauchbar. Kontrast und Konturen der Bilder dauernd undeutlich und verwaschen.
C.W. Tombaugh u. B.A. Smith (A seeing scale for visuel observers. Sky and Telescope, 17,9,449 [1958])
beurteilten die Bildgüte nach dem beobachteten Durchmesser der Sternbilchen (ein 2-4-Zöllers erreicht 1-2´´ Auflösung).
Tombaugh-Smith-Skala:
Bildgüte / Bilddurchmesser in Bogensekunden
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-4
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50´´
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3
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2.0´´
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-3
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32´´
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4
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1.3´´
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-2
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20´´
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5
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0.79´´
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-1
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12.6´´
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6
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0.50´´
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|
0
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7.9´´
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7
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0.32´´
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1
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5.0´´
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8
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0.20´´
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2
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3.2´´
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9
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0.13´´
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Die Planeten fallen besonders als Konstrast zu den lichtschwächeren und meist heftig funkelnden Sternen auf; denn das Licht der Planeten szintilliert kaum wegen ihres bedeutend größeren Winkeldurchmessers.
Mars ist allerdings eine Ausnahme; denn in größter Erdnähe (max. -2.6 mag hell) hat sein (besonders in Horizontnähe) stark feuer- und blutrotes Funkeln schon manches Gemüt in Angst und Schrecken versetzt. Hab-
u. machtgierige Priester kamen daher auf die Idee den Planeten zum Kriegsstern zu bestimmen.
Sonne u. Mond zeigen keine oder nur eine sehr geringe mit bloßem Auge wahrnehmbare Szintillation wegen ihrer
im Vergleich zu den Sternen viel größeren Winkelausdehnung. Sterne in Horizotnähe zeigen auch ein deutliches Farbenspiel (farbige Szintillation).
Die Atmosphäre ist dort dichter und die Turbulenzen fächern das Lichtspektrum des Sterns auf (sog. atmosphärische Dispersion) durch Beugung des Sternlichts nach verschiedenen Wellenlängen. Unsere Sonne als
Stern ist sehr viel heller, so dass die Luftmoleküle das Sonnenlicht kräftiger streuen. Bei einem Sonnenauf- bzw. Untergang leuchtet daher die Atmosphäre in fast allen Spektralfarben des Sonnenlichts vom langwelligen Rot bis
zum kurzwelligen Blau. Ohne eine lichtstreuende Erdatmospäre wären die meisten Sterne für das bloße Auge unsichtbar. Antares (Alpha
Skorpii), hellster Stern im Sternbild des Skorpions, besitzt z. B. lediglich einen scheinbaren Winkeldurchmesser von 0.042'' (das entspricht einem 3 mm großen Stecknadelkopf, gesehen aus 14.7 km Abstand), Alpha Herculis
besitzt nur 0.031'' Winkeldurchesser. Die Erdatmosphäre, die das wegen des kleinen Winkeldurchmessers der Sterne ansonsten unsichtbare Licht kondensiert, streut und beugt ermöglicht erst - neben den Farbspielen der
Sonnenauf- u. -untergänge - den Anblick eines prachtvollen Sternenhimmels, andernfalls erschiene unser Tages- u. Nachthimmel immer ebenso pechschwarz und sternenleer wie das Weltall. Demzufolge können wir nur die
emittierenden Beugungsscheibchen der Sterne wahrnehmen; ansonsten wäre für das bloße Auge die Bilddefinition unauflösbar, so wie auf allen Himmelskörpern ohne dichte, lichtstreuende Atmosphäre. Aus diesem
Grunde erscheinen auf sehr hohen Bergen gegenüber den Ebenen der Wüsten- und Meeresgebiete viel weniger Sterne.
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