Kalendariographisches

Julianischer in Gregorianischer Kalender und umgekehrt

Eingabe:
Julianischer Kalender:  1.1.-3000 = 7.12.-3001 gregorianisch.
Gregorianischer Kalender:  1.1.-3000 = 26. 1.-3000 julianisch.
Differenz: 25 Tage. Vor dem 15.10.1582 Daten und Globuswiedergabe im Julianischen, nach dem 15.10.1582 im Gregorianischen Kalender.
Im Julian. Kalender sind alle durch 4 ohne Rest teilbaren Jahre Schaltjahre. 400 julian. Jahre = 146100 julian. Tage. In Gregor. Kalender sind alle durch 4 und 400 Jahre ohne Rest teilbaren Jahre Schaltjahre, ausgenommen die durch 100 ohne Rest teilbaren Jahre. 400 julian. Jahre = 146100 julian. Tage - 400/100 + 400/400 = 146097 gregor. Tage.
Differenz Julian. - Gregor. Kalender im Jahre 0 Christlicher Chronologie: +2 Tage.

Osterdatum und Jahreszeitenbeginn

Frühlingsanfang Sonntag, 20.3.343 n. Chr. um 20h32m24s TDT. 1. Vollmond nach Frühlingsanfang am Sonntag, 27.3.343 n. Chr. um 21h18m7s TDT. Ostersonntag am 27.3.343 n. Chr.

Tabellarische Ausgabe Jahrszeitenbeginn und Datum Ostersonntag. Jahresabfolge in wählbaren Perioden bzw. Intervallen (Inkrement 1 Jahr oder 19j. Zyklus usw.). Ekl. Länge der Sonne 0° = Frühlingsanfang, 90° = Sommeranfang, 180° = Herbstanfang, 270° = Winteranfang.

Julianisches Datum (JD)

Datum z. B. 1.1.2001 v. Chr. Julian. Kalender 0h UT = Astronomisches Jahr 1.1.-2000 = JD 990557.5 Tage.
Differenz Julianische Tagesnummer. 1.1.-4000 0h UT = JD 260057.5 + 1000000 Tage Differenz = 7.11.-1263 julian.

Besselscher Jahresanfang (B)

1 Besselsches Jahr: 365.242198781 Tage. Das Besselsche Jahr weicht nur geringfügig vom tropischen Jahr ab. Es beginnt, wenn die mittl. Rektaszension der mittleren Sonne, behaftet mit dem konstanten Teil der Aberration (-20.49''), 18h40m beträgt.

Der Beginn des Besselschen Sonnenjahres wird als annus fictus bezeichnet. Unabhängig von einem irdischen Bezugsort, beginnt es für die gesamte Erde im gleichen Augenblick. Der astronomische Jahresanfang liegt immer nahe dem bürgerlichen. Bürgerlicher Jahresanfang minus Anfang des annus fictus (k) heißt  »dies reductus«.

Besselscher Jahresanfang: Epoche B1950.0 = JD 2433282.423459 Tage = 1950, Jan. 0.923d = 31.12.1951, 22h 9m (der 0. Jan. 1950 ist gleich dem 31. Dez. 1949). Zur Unterscheidung von der julian. Epoche J1900 oder J2000, kennzeichnet ein »B« vor der Jahreszahl den Jahresanfang nach Bessel. Besselscher Jahresanfang: JD = 2433282.423459+365.242198781*(J-1950); J=Jahr.

Jahresbruchteil:

Bruchteil des Besselschen Jahres t .

Bis 1. Juli: t = (JD-B1)/365.2421988. Ab 1. Juli: t = (JD-B2)/365.2421988.
Z. B. Besselscher Jahresanfang a=B1972.0 = B1 2441317.7518; B1973.0 = B2 2441682.994; JD am 10.1.1972 0h = 2441326.5 =
t 0.02395; 1.11.1972 0h = JD 2441622.5 = t -0.16563.

Julianische Epoche (J)

Seit 1.1.1984 werden die Epochen neuester Kataloge auf den Beginn des julianischen Jahres bezogen. Neue Standardepoche J2000.0 = J2451545.0 = 1.1.2000 12 Uhr. Epoche J1984.5 = JD 2445883.625 = 2.125 Juli 1984 = Jahresbruchteil t = 0.

Julianische Epoche: JD=2451545.0+365.25*(J-2000); J= Jahr.

Jahresbruchteil:

Bruchteil des julianischen Jahres t: t = (JD-J1)/365.25. Z. B. julian. Jahresanfang a=J1984.5 = J1 2445883.625; JD am 1.3.1984 0h = 2445760.5 = t -0.3370979; 31.12.1984 0h = JD 2446065.5 = t +0.4979466.

Römischer Kalender

Zum 1.1.1993 julian. und 14.1.1993 gregor. (Christlicher Chronologie) beginnt der 1.1.2746 a.u.c. Die Jahre zählen ab »anno urbis conditae« (Abk. a.u.c), d.h. im Jahr nach der Gründung der Stadt (Rom), die für das Jahr -753 (=1.1.1 a.u.c.) angenommen wird.

Islamischer Kalender

Jahreszählung nach »der Hedschra«, dem Auszug Mohammeds und seiner Anhänger aus Mekka nach Medina, die am 16.7.+622 julianisch erfolgte (Neumond 14.7.+622, 4h44m UT, ÕT 1 Stunde). Beginn der Hedschra-Ära am 15.7.622 = Epoche A. H. 1. Muharram 1 (A.H. = Anno Hedschra). Von den Monaten unabhängig läuft eine 7tägige Woche. Die Tage bginnen mit Sonnenuntergang.

Dem reinen Mondkalender liegt ein 30jähr. Mondzyklus mit 354 und in Schaltjahren (2., 5., 7. 10., 13., 16., 18., 21., 24., 26. und 29. Jahr) 355 Tagen zugrunde.

Monate:

     

1. Muharram

30 Tage

7. Radschab

30 Tage

2. Safar

29

8. Schaban

29

3. Rabi I

30

9. Ramadan

30

4. Rabi II

29

10. Schauwal

29

5. Dschumada I

30

11. Dhul-Kada

30

6. Dschumada II

29

12. Dhul-hidscha

29 (30 Tage in Schaltjahren)

       
Der Monat beginnt mit dem ersten Sichtbarwerden der schmalen Mondsichel nach Neumond in der Abenddämmerung des 29. Tages (s. »Neulicht«). Alle Feste beginnen bei Neumond. Die Neulichtbeobachtung ist besonders wichtig für die Regelung der religiösen Feste (Fastenmonat Ramadan). Die Berechnung wird abgelehnt, da Allahs Allmacht den Beginn ja jederzeit ändern könnte. Im zivilen Leben ist jedoch ein genäherter Mondkalender in Gebrauch.

Eingabe Mohammedanisches Datum Anno Hedschra:

A. H. 1.9.1413 = 1. Tag Ramadan 10.2. julian. = 23.2.1993 gregor.
A. H. 1.1.1414 = 7. Juni 1993 julian. = Neumond 20.7.1993 gregor. (Islam. Neujahr am 21.6.1993).
A. H. 1.1.2000 = 22.12.2561 julian. = 8.1.2562 gregor. (Islam. Neujahr). Neumond 6.1.2652, 14h20m UT.
A. H. 1.9.2000 = 1. Tag Ramadan 15.8.2562 julian. = 1.9.2562 gregor.

2562 n. Chr. sind 2000 islam. Jahre vergangen. Nach 2000 Jahren wechselt der Frühlingspunkt das Zeichen. Ein Vergleich mit dem indischen Präzessionskalender ergibt, daß im islam. Jahr A.H. 1, Muharram 1, der Stern Revati den Frühlingspunkt (s. S. 14,17) knapp passierte (Beginn der Ära Fische-Jungfrau u. des aufsteigenden Kali-Yuga A.H. 1). 2566 n. Chr. wird der Frühlingspunkt in das Tierkreiszeichen des Wassermanns eintreten (Beginn der Ära Wassermann-Löwe im aufsteigenden Dwapara-Yuga A.H. 2000).

Das mohammedanische Neujahrsfest verschiebt sich im Laufe von 33 Sonnenjahren um 1 Sonnenjahr. Es verfrüht sich daher pro Jahr um 365/33 = rund 11 Tage, wodurch das Neujahrsfest in 66 Jahren zweimal durch alle 12 Monate des gregor. Kalenders wandert.
Die Mohammedanischen Festtage und Gebetszeiten sind mit astronomischen Erscheinungen verbunden, die mit dem Globus leicht zu ermitteln sind.

Gebetsrichtung Mekka. Mit »Geodätische Grundaufgabe Distanz und Kurswinkel « stellt man die Himmelsrichtung (Azimut) und die Entfernung zu Mekka des Aufenthaltsortes fest. Mekka: +21°26' n. Br., +39°49' ö. L. Mekka liegt in der Himmelsrichtung (Azimut) 308.0623235° von beispielsweise Frankfurt a. M. Entfernung 4188.84 km (Berechnung unter Berückichtigung der Erdabplattung).

Unter »Datum, Uhrzeit u. Höhe eines Gestirns nach wählbarer Azimuteingabe« erscheinen Datum, Uhrzeit und Höhe zu der das angeklickte Gestirn die exakte Richtung zu Mekka einnimmt bzw. anzeigt.

Fastenmonat Ramadan. Der 1. Tag des 9. Monats Ramadan ist der 237. Tag des Jahres (Eingabe z. B. A.H. 1.9.1413 = Ausgabe 23.2.1993).

In diesem Monat darf von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts gegessen oder getrunken werden.
Die tägl. Fastenzeit beginnt mit der Sonnenhöhe 21.5 Grad unter dem scheinbaren Horizont, und endet mit dem Untergang des Sonnenoberrandes am scheinbaren Horizont.
Die Geburt des Propheten, der kleine Bairam (Opferfest), und der bei Neumond beginnende große Bairam (Fest des Fastenbrechens), am Ende des Monats Ramadan, sind die bedeutensten Festtage.
Das morgendliche Bairamgebet wird bei einer Sonnenhöhe von 5 Grad ausgeführt. Beim Fest des Fastenbrechens dauert das heitere Feiern und Schmausen oft bis zum frühen Morgen.

Die täglichen 5 Gebete (Salat)
Morgengebet (Al Fagr) bei -19.5 Grad Sonnenhöhe unter dem Horizont.
Mittagsgebet um 12 Uhr wahrer Ortszeit (WOZ).

Das Nachmittagsgebet (Al Asr) wird ausgeführt, wenn die Schattenlänge eines lotrechten Stabes die Länge des Stabes + Schattenlänge zum wahren Mittag erreicht hat.

Länge des senkrechten Stabes = A 80 Zenitmeter. Sonnenhöhe (hs) aus Stablänge (A) und Schattenlänge (B): ARCTAN hs=A/B; hs (in RAD) = ATN(A/B); hs (in GRAD) = ATN(A/B)*57.29578.

Schattenlänge B=A/TAN(hs/57.29578); hs in GRAD.
Beispiel. Standort: Ägypten, Kairo (= Kahiro = Kahi-roung = geweihtes Stierhorn) +30°3' n. Br., +31°15' östliche Länge. Datum 17.5.2000.

Obere Kulmination der Sonne im Ortsmeridian Kairo: 9h51m22.44s UT (wahrer Mittag).;

Topozentrische Sonnenhöhe im wahren Mittag +79°23'15'' + Refraktion R 13'' = 79°23' 32'' sexagesimal = hs 79.392222° dezimal.

Schattenlänge im wahren Mittag B 14.98283 cm = A 80 cm / TAN(79.39222/57.29578).
Stablänge 80 cm + Schattenlänge 14.98283 cm = B 94.98283 cm.
Sonnenhöhe nach Schattenlänge: hs 40.10601° = ATN(80/94.98283)*57.29578.

»Datum, Uhrzeit u. Azimut eines Gestirns nach wählbarer Höheneingabe«.
Die topozentrische Sonnenhöhe 40.10601° erreicht die Sonne am 17.5.2000 um 13h28m12.2s UT am Westhimmel (Azimut Sonne 90.93073°).
Standardmeridian Ägypten 30 Grad Ost /15 Grad = Zonenzeitdifferenz 2 Std. 13h28m12.2s UT = 15h28m12.2s ägypt. Standardzeit. Eingabe lediglich Stablänge (cm) und Datum.

Abendgebet bei Untergang des Sonnenoberrandes am scheinbaren Horizont (-0°51´ topozentr. Sonnenhöhe).
Nachtgebet (Al Aicha) bei Sonnenstand -17.5 Grad unter dem scheinbaren Horizont.

Die religiösen Hauptpflichten des Mohammedaners sind die 5 Gebete, Almosengeben (Zakat) und die Pilgerschaft zur Kaaba in Mekka (Haddsch).

Datum und Uhrzeit des Islamischen Kalenders mit astronomischen Erscheinungen islamischer Definition in tabellarischer Form.

Indischer Kalender

Das Jahr der Saka Ära beginnt zum Frühlingsanfang des Jahres A.D. (Anno Domini) 79. Der indische reformierte zivile Kalender begann zum 1 Chaita, 1879 Saka = A.D. 22. März 1957. Neujahr am 1 Chaita = Frühlingsanfang 22. März gregor. (in gregor. Schaltjahren am 21. März).

21. März 1972 = 1 Chaita 1894 Saka Ära (Neujahr).
22. März 1983 = 1 Chaita 1905 Saka Ära.

Monat:

   

1.  Chaita

30 Tage

1.= 22. März  (31 Tage in Schaltjahren, 21. März)

2.  Vaisakha

31

1. = 21. April

3.  Jyaistha

31

1. = 22. May

4.  Asadha

31

1. = 22. Juni

5.  Sravana

31

1. = 23. July

6.  Bhadra

31

1. = 23. August

7.  Asvina

30

1. = 23. September

8.  Kartiga

30

1. = 23. Oktober

9.  Agrahayana

30

1. = 22. November

10. Pausa

30

1. = 22. Dezember

11. Magha

30

1. = 21. Januar

12. Phalguna

30

1. = 20. Februar

     
Regional sind weiterhin die Kalender nach traditioneller astronomischer Berechnung in Gebrauch. Vgl. »The Indian Astronomical Ephemeris «. s. Ind. Präzessionskalender (S. 17).

Pingree, D. (1978), History of Mathematical Astronomy in India, Dictionary of Scientific Biography XV, New York.

Japanischer Kalender

Annahme des Gregorianischen Kalenders am 1.1.1873. Die Jahre zählen ab -660. 1. Jan. 1972 = 1.1.2632 Japanischer Ära.

Maya Kalender

Die ideographische Bilderschrift (Maya-Hieroglyphen)  konnte noch nicht enträtselt werden. Die im 16. Jahrh. benutzte Rätselschrift zeigt nur wenig Ähnlichkeit mit den ursprünglichen Maya-Hieroglyphen. Die vorgefundenen Maya-Handschriften wurden 1672 von dem Missionar Diego de Lande verbrannt. Überdauert haben drei nach ihren Aufbewahrungsorten benannte Handschriften aus vorspanischer Zeit (Maya-Codices): »Dresdener Codex«, »Codex Paris« und »Codex Madrid«.

Die astronomischen Angaben im »Dresdener Codex« reichen bis ins 4. Jahrtausend zurück. 300 Jahre später fand der Franzose A.B. de Bourboung zufällig die Aufzeichnungen von Diego de Lande über die Schriftzeichen. Die Bedeutung der sinnbildlichen Rätselbilder der Maya wurden damit zwar nicht verständlich, aber man konnte das Zahlensystem der Maya entziffern.

In Chichen Itza (Yucatan) steht die Ruine der Sternwarte der Maya (El Caracol). Der Rundbau, der äußerlich fast einem modernen Observatorium gleicht, ist nach astronomischen Gesichtspunkten ausgerichtet. Dort wurde u.a. das 584tägige synodische Venus-Jahr und die siderische 8jährige Umlaufperiode (s. Planetenperioden) beobachtet.

Die Maya zählten mit Punkten und Strichen von 1 bis 10. Zahlen über 20 wurden senkrecht gezählt. Ein Querstrich bedeutete eine 5 und ein Punkt eine 1. Ein Querstrich mit einem Punkt darüber bedeutete die Zahl 6. Die Zahl 18 wurde mit drei parallelen Querstrichen mit 3 darüber gesetzten Punkten ausgedrückt. Diese Zahlendarstellung ist Bestandteil der Glyphe der Grundeinheit, z. B. 17 Baktun, 3 Katun, 1 Tun usw.

Um die Grundeinheiten zu multiplizieren sind Zahlen über 20 nicht notwendig. In ihrer Mathematik verwendeten sie ein 20er Stellenwertsystem (Vigesimalsystem) mit Nullstelle. Höhere Stellenwerte wurden im deutlichen Abstand über kleinere gezeichnet. Die 4 Punkte der Zahl 24 kamen in die Einerstelle und ein Querstrich in die Zwanzigerstelle.
Ähnlich der fortlaufenden Julianischen Tageszählung, zählten auch die Maya die Tage einzeln von einer bestimmten Epoche an.

H.J. Spinden (Spinden-Korrelation) legt den Nullpunkt auf den 14.10.3373 v. Chr. (gregor.) fest.
Der Nullpunkt des Maya-Kalenders fällt nach den Forschern J.T. Goodmann, H. Martinez und J.E.S. Thomson (GMT-Korrelation) auf den 12.8.3114 v. Chr. gregor. = 7.9.3114 v. Chr. julian. (=JD 584283.5). Verwendet wird die allgemein als richtig angesehene GMT-Korrelation.

Wie bereits erwähnt, wurden die Einheiten des Maya-Kalenders in Form von Glyphen und der Multiplikator als Querstrich mit Knoten (Punkte) dargestellt. Die Astronomen rechneten mit Millionen Tagen.

1 Alautun

= 20 Kinchiltun

= 23 040 000 000 Tage

1 Kinchiltun

= 20 Calabtun

=   1 152 000 000 Tage

1 Calabtun

= 20 Pictun

=        56 600 000 Tage

1 Pictun

= 20 Baktun

=          2 880 000 Tage

1 Baktun

= 20 Katun

=             144 000 Tage

1 Katun      

= 20 Tun

=                 7 200 Tage

1 Tun

= 18 Uinal

=                    360 Tage

1 Unial

= 20 Kin

=                      20 Tage

1 Kin

=   1 Tag

 

12 Baktun  =  1 728 000 Tage
19 Katun    =     136 800
 6  Tun       =         2 160
15 Uinal     =           300
0   Kin        =               0
                      1 867 260 Tage

Das Maya-Kalenderdatum 12 Baktun, 19 Katun, 6 Tun, 15 Uinal und 0 Kin erfolgt heute in der Reihenfolge 12.19.6.15.0 oder 12.19.6.-15-0  9 Ahau 8 Kankin. Der Maya-Kalender war so genau wie unser.

Die Kalendertage sind mit 20 verschiedenen Tagesnamen (Chimi bis Chicchan) bezeichnet. Ablauf der Tage und der Zahlen 1-13 immer in gleicher Reihenfolge. Auf Chimi folgt stets Manik und Chicchan immer vor Chimi. Auf 13 folgt stets wieder die 1.

1 Chimi

8 Ben

2 Ahau

9 Manik

2 Manik

9 Ix

3 Imix

10 Lamat

3 Lamat

10 Men

4 Ik

11 Muluc

4 Muluc

11 Cib

5 Akbal

12 Oc

5 Oc

12 Caban

6 Kan

13 Chuen

6 Chuen

13 Eznab

7 Chicchan

1 Eb

7 Eb

1 Cauac

8 Chimi

2 Ben usw.

       
Die 13 Tageszahlen und 20 Tagesnamen ergeben 13*20 = 260 Kombinationen. Die Maya nannten den Zeitraum von 260 Tagen »Tzolkin«. Es war ein heiliges die Ritualzeremonie regelndes Jahr.

Das weltliche Jahr zu 365 Tagen hieß »Haab«. Von den 19 Monaten des Jahres Haab umfaßten 18 Monate je 20 Tage und Uayeb 5 Tage (18*20 = 360 + 5 Tage = 365 Tage).

Pop   20 Tage

Yaxkin

20 Tage

Mac           20 Tage

Uo     ”

Mol

Kankin       ”

Zip     ”

Chen

Muan         ”

Zotz   ”

Yax

Pax            ”

Tzec  ”

Zac

Kayab        ”

Xul    ”

Che

Cumhu       ”

     

Uayeb     5 Tage

       
Die Zählweise der Monate erfolgte der Reihe nach fortlaufend mit 0 bis 19 und bei Uayeb 0-4. Mit einer zweiten Angabe (9 Ahau) wurde das Maya-Datum 12.19.6.15.0 in das Jahr Tzolkin und mit einer dritten Angabe (8 Kankin) in das Jahr Haab eingeordnet. Zuerst das Datum dann folgt der Tagesname und zuletzt der Monatsname.

Beispiel:                                         abgelaufen   beginnend

19.6.15.0.    9 Ahau   8 Kankin = 31.12.1999  = 1.1.2000
19.6.15.1.  10 Imix    9 Kankin =   1. 1.2000   = 2.1.2000
19.6.15.2.  11 Ik      10 Kankin =   2. 1.2000    = 3.1.2000 usw.

Die Maya rechneten mit abgelaufenen Tagen.

Eine Kalenderrunde dauerte 52 Jahre = 18980 Tage. Trägt ein Kalendertag die Bezeichnung 9 Ahau 8 Kankin, wird nach 18980 Tagen der Kalendertag wieder ein 9 Ahau 8 Kankin.

Maya-Epoche 0.0.0.0. 4 Ahau 8 Cumhu = 12.8.-3113 gregor. = 7.9.-3113 julian. (=JD 584283.5).

Beispiel. Der Dresdender Kodex enthält das Datum der Mondfinsternis vom 15.2.-3380 v. Chr. Das alte Maya-Reich bestand 471-629 n. Chr., das neue Reich im 10 Jahrh. n. Chr. Ein Zahlensymbol weist auf das Datum 8498 v. Chr. (5.6.-8497 julian. = 1.4.-8497 gregor. = 13.13.2.14.1. 4 Chauac 2 Pop vor der Maya Ära). Lagen den Berechnungen auch Beobachtungen aus der Zeit der Erscheinung zugrunde, zählen die Maya zu den ältesten Kulturvölkern.

Zwischen dem 7.9.-3113 (JD 584283.5) und dem 14.2.-3379 liegen (JD 486922.5) -97361 Tage (= 486922.5-584283.5). -97361/7200 = 13 Katun.

13 Katun = 93600 Tage
10 Uinal  =   3600
8  Tun     =     160
1  Kin      =        1

Maya-Datum = 13.10.8.1. 13 Chauac 17 Zotz = 14.2.-3379 julian. = 18.1.-3379 gregor. (abgelaufene Tage).
-97361/20 = -4868.05 = Rest -0.5*20 = -1 Tag vor Ahau. Vor Ahau liegt der gesuchte Tag Chauac.
-97361/13 = Rest 0.307692*13 = -4 + 4 (4 [Ahau]) = 0 (0=13) = 13 Chauac.
-97361/365 = -266.742465 = Rest -0.742465*365 = -271 Tage. Der Monat liegt -271 Tage vor dem 8 Cumhu oder 365-271 = 94 Tage nach dem 8 Cumhu: 94-12 (= 20-8 Cumhu)-5 Uayeb-20 Pop-20 Uo-20 Zip = 17 Zotz.

Mondfinsternis vom 15.2.3380 v. Ch. julian. = 13.10.8.1. 13 Chauac 17 Zotz vor der Maya Ära.

Beispiel. JD 1867383.5 (=14.8.400 n. Chr.) - Epoche JD 584283.5 (7.9.3114 v. Chr.) = 1283100 Tage.

8    Baktun = 1 152 000
18  Katun   =   1 29 600
4    Tun      =        1 440
3    Uinal    =            60
0    Kin      =               0

Maya Datum: 8.18.4.3.0. 4 Ahau 8 Xul = 15.8.400 n. Chr. julian. 1283100 / 20 = Rest 0 = Ahau. 123100 / 13 = Rest 0 = 4 Ahau. (1283100 Tage / 365) = Rest 0.342465 * 365 = 125 (oder 1283100 MOD 365 = Rest 125), 125-12-5-20*5 = 8 Xul.

31.12.1999 = JD 2451545.

12  Baktun = 1 728 000
19  Katun   =    136 680
6   Tun       =        2 160
15 Uinal     =          300
0   Kin        =              0

 Maya Datum: 12.19.6.15.0. 9 Ahau 8 Kinkan = 1.1.2000 0h UT gregor. 1867260/20 = Rest 0 = Ahau. 1867260/13=Rest 0.38461*13 = 5 + 4 = 9 Ahau.

Neulicht

Erschien die schmale Mondsichel nach Neumond erstmals in der Abenddämmerung (Neulicht), begann bei Sonnenuntergang (Tagesbeginn) der 1. Monatstag des babylonischen und jüdischen Kalenders. Diese Regulierung des jüdischen Lunisolar-Kalenders wurde 338 n. Chr. abgeschafft und die abendliche Beobachtung des ersten Sichtbarwerdens der Mondsichel durch Rechnung festgelegt. Die Beobachtung wurde zudem durch Bewölkung, Dunst, Sandstürme, geringer Winkel der Ekliptik mit dem Horizont, Höhe u. Alter der Phase, Sonnenstand usw. erschwert. Der Himmelsglobus erlaubt daher eine differenzierte Beurteilung der Neulichtbestimmung in Babylon und kann daher zur Überprüfung der oft unsicheren Datierung der Keilinschriften nach Tafeln beitragen.

Babylon Neulicht am 26.5.601 v. Chr. (29 Airu 601 v. Chr. Nebukadnezar).

Datum................: 26.5.-600
Geograph. Breite: 32°30´
Geograph. Länge: 44°15´
Uhrzeit...............: 15h52 m24s  UT
Gradnetz............: 90°,90°,90°
Azimut...............: 90°,1
Höhe..................: 0°,1°

Neumond war am 25.5.601 v. Chr. um 20h45m UT. Sonnenuntergang am 26.5.-600 um 15h32.4m UT (mit -34' Refraktion). Der Winkel der Ekliptik mit dem Horizont betrug 56.408°. Helligkeit der schmalen 1 Tag alten Mondsichel etwa -5.4 mag. Topozentrische Koordinaten Mond: Höhe 9.35°, Azimut 114.78°, ekl. Breite +4.12°, ekl Länge 67.09°. Sonne: Höhe -0.83°, Azimut 114.43°, ekl. Länge 57.77°. Sonnenuntergang 19 Stunden 7 Min. nach Neumond. In unseren Breiten ist das Neulicht unter besonders günstigen Umständen bereits 20-21 Std. nach Neumond sichtbar (siehe Sterne und Weltraum, Heft 12/1987, S. 718). Für Babylon vergingen bestenfalls 17-18 Stunden.

Literaturempfehlung & Neugebauer, O. (1975), A History of Ancient Mathematical Astronomy, Part II, New York, pp. 533-540; King. D.A. (1987), Some Early Islamic Tables for determining Lunar Crescent Visibility. Annals of the New York Academy of Sciences, 500, New York.

Aufsätze & Schäefer, B.E. (1988), Visibility of the Lunar Crescent, Q. Jour. R.A.S. 29, 511-523; Briun, F. (1977), The Firt Visibility of the Lunar Crescent , Vistas in Astronomy 21, 331-358.

Das erste Konzil der Christenheit fand 325 n. Chr. in Nizäa statt. Das Konzil beschloß das jüd. Passah-Fest auf den 15. Nisan, dem 1. Vollmond nach Frühlingsanfang festzulegen. Die eigentlichen Juden feierten das Passah-Fest erst nach der Weizenernte; denn das Fest der ungesäuerten Brote konnte natürlich erst nach der eingebrachten neuen Weizenernte Anfang/Mitte Juni mit frischen Broten für die in Jerusalem zahlreich versammelten Juden stattfinden.

Babylonischer Kalender

Das sog. gebundene Mondjahr bzw. Lunisolarjahr berücksichtigt sowohl die Mondphasen als auch die Jahreszeiten. Die gegenüber dem tropischen Jahr fehlenden Tage des Mondjahres wurden durch periodisches Einfügen eines 13. Schaltmonates ausgeglichen. Die Mondphasen waren dadurch an die Jahreszeiten gebunden und der Jahresbeginn war bis auf kleine Schwankungen festgelegt, da 12 Gemeinjahre zu 12 Monaten und 7 Schaltjahre mit 13 Monaten fest genau 235 synod. Monate oder 19 trop. Jahre ausmachen.

Da der Schaltzyklus unter den jeweiligen Herrschern nicht immer nach einheitlichen Regeln erfolgte, ist die Conversion eines Babylonischen Datums in den Julianischen Kalender, oder umgekehrt, generell sehr schwierig, aber in ewta 75 % der Fälle richtig, wenn gegen alle Regel geschaltet wurde unmöglich. Vor -2400 hatten die babylonischen Monate andere Namen.

Conversion Julianischer Kalender in den Babylonischen: Mondfinsternis 8.3.720 v. Chr. = am 4 Addaru (Kalendertagbeginn bei Sonnenuntergang = 0 Uhr).

Conversion Babylon. Kalender in Julian.: Nebukandnezar 29. Airu 601 v. Chr. = 26.5.601 v. Chr. julian. (Neumond 25.5.601 v. Chr., 20h45m UT).

Monate (Gemeinjahre)

1 Nisan

30 Tage

7  Tischri

29  Tage

2 Airu

29

8  Arahsamna

30

3 Sivan

30

9  Kislev

29

4 Duzu

30

10  Tebet

30

5 Abu

29

11  Sabatu

29

6 Elul

30

12  Addaru

29

Jüdischer Kalender

Jahre »nach Erschaffung der Welt«. Ära Mundi:  7.10.3761 v. Chr. julian. Tagesbeginn ist 6 Uhr abends (=0 Uhr). 338 n. Chr. wurde die Beobachtung des Neulichtes durch Rechnung ersetzt. Im 19j. Schaltzyklus mit 235 Lunationen (Meton Zyklus) sind die Jahre 3,6,8,11,14,17,19 Schaltjahre. Ein Gemeinjahr hat 12 Monate mit 353, 354 oder 355 Tagen. Ein Schaltjahr hat 13 Monate mit 383,384 oder 385 Tagen.

Man unterscheidet mangelhafte (353 Tage), regelmäßige (354 Tage) und überzählige (355 Tage) Gemeinjahre und mangelhafte (383 Tage), regelmäßige (584 Tage) und überzählige (385 Tage) Schaltjahre.

Monate

1 Tischri

30 Tage

7  Nisan

30 Tage

2 Marcheschwan

29

8  Ijar

29

3 Kislev

30

9  Sivan

30

4 Tebet

29

10  Thammuz

29

5 Schebat

30

11  Ab

30

6 Adar

29

12  Elul

29

       
In einem mangelhaften Jahr zählt Marcheschwan u. Kislew 29 Tage. In einem regelmäßigen Jahr zählt Marcheschwan 29 Tage u. Kislev 30 Tage. In einem überzähligen Jahr Marcheschwan u. Kislev 30 Tage.

In einem Schaltjahr Adar I 30 Tage, gefolgt von Adar II 29 Tage (Veadar). Berechnungen sind auf den Ortsmeridian von Jerusalem bezogen: 2h21m östl. von Greenwich (+31°47' n. Br., +35°15'). Erster Monat des Jahres im altjüdischen Kalender war der 1. Nisan/Abib (März/April).

Festtage:

1.  Tischri

= Neujahrstag 1 oder Rosch ha Schana (Sept./Okt).

2.  Tischri

= 2. Neujahrstag.

3.  Tischri

= Faste Gedalja

10. Tischri

= Jom Kippur (Versöhnung)

15. Tischri

= Laubhüttenfest (Sukkoth)

16. Tischri

= Laubhüttenfest II

21. Tischri

= Palmfest (Hoschana rabba)

22. Tischri

= Laubhüttenfest VIII (Schemini Azeret)

23. Tischri

= Gesetzesfreude (Simchaht Thora)

25. Kislev

= (Nov./Dez.) Tempelweihfest I (Chanukka)

3.  Tebet

= (Dez./Jan.) Tempelweihfest VIII

10. Tebet

= Festtag (Assara be-Tebet)

15. Schebat

= (Jan./Febr.) Festtag (Chamischa Assar bi-Schebat)

13. Adar

= (Febr./März) Fasten Esther

14. Adar

= Purim

15. Adar

= Schuschan Purim

15. Nisan

= (März/April) Pasaah I (Pessach);;3;CHR$(33)

16. Nisan

= Passah II

21. Nisan

= Pasaah VII

22. Nisan

= Passah VIII

18. Ijar

= (April/Mai) 33. Tag der Omer-Zählung (Lag ba-Omer)

6.  Sivan

= (Mai/Juni) Wochenfest I (Schabuot)

7.  Sivan

= Wochenfest II

17. Thammuz

= (Juni/Juli) Festtag (Schiva-Assar be-Thammuz)

9.  Ab

= (Juli/Aug.) Trauer- u. Festtag (Tischa be-Ab)

15. Ab

= Festtag (Chamischa Assar be-Ab)

29.3.1983 = 15. Nissan Passah I.

 8. 9.1983 = A.M. (Anno Mundi) 8.9.5744 = 1. Tischri  (Neujahr Rosch ha Schana).
17.9.1983 = 10. Tischri Yom Kippur
22.9.1983 = 15. Tischri Laubhüttenfest (Sukkoth)

Ägyptischer/Alexandrinischer Kalender

Der erste Tag des Jahres begann am 1. Thoth (Neujahr) = heliakischer Siriusaufang um den 19. Juli julianisch. 12 Monate umfaßten 30 Tage + 5 Zusatztage (Epagomenen) am Jahresende.

Timocharis beobachtete in Alexandria im 36. Jahr der 1. Kallipischen Periode am 15. Elaphebolion (= 454. Jahr Nabonassar, 5. Tybi des ägypt. Kalenders), zu Beginn der dritten Nachtstunde eine Sternbedeckung der Spika (Alpha Virginis), wobei die Durchgangssehne den dritten Teil nach Norden vom Monddurchmesser abschnitt (Ptolemäus, Almagest, VII,3).

Ägyptischer Kalender 454. Jahr Nabonassar, 5. Tybi = alexandrinischer Kalender = Augustus -242, Phamenoth 13 = julian. Kalender = 9.3.-293.

1 Thoth

30 Tage

7  Phamenoth

30 Tage

2 Phaophi

30

8  Pharmuthi

30

3 Athyr

30

9  Pachon

30

4 Choiak

30

10  Payni

30

5 Tybi

30

11  Epiphi

30

6 Mechir

30

12  Mesori

30

   

Epagomenai

5


Seleuzidische Ära

Beginn im Jahr -312, Oktober 1, allg. gebräuchlich ist der 1. September.

1. 9. 1972 julian. = 1. Sept. (oder 1. Okt.) 2284 julian. = 14. Sept. (oder 14. Okt.) 2284 gregor. der Seleuzidischen Ära.

Byzantinische Ära

Beginn im Jahr -5509, September 1.
14.9.1993 gregor. = gregor. Jahr 14.9.7502 der Byzantinischen Ära.

Diokletianische Ära

Beginn im Jahr A.D. 283, August 29 (in julian. Schaltjahren August 30, z. B. Jahr 1700 der Ära).

 30.8.1983 julian. = 12.9.1700 gregor. der Ära Diokletian.
 29.8.1984 julian. = 11.9.1701 gregor. der Ära Diokletian.

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